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Indoor Flugtag : Helikopter-Piloten bestimmten das Feld

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der erste Indoor-Flugtag wurde gut angenommen. Helikopter und Drohnen flogen durch die Sporthalle an der Parkschule.

Gettorf | Ab und an einen Schritt zur Seite, hier und da mal den Kopf etwas einziehen – das war am Sonntag in der Turnhalle der Gettorfer Parkschule normal. Fand dort doch von 9 bis 13 Uhr der erste Modellbau-Indoor-Flugtag statt, den Tim Bolwig aus Gettorf initiiert hatte und den der Gettorfer Turnverein (GTV) veranstaltete (wir berichteten).

Bereits bei Öffnung der Halle kamen die ersten Piloten mit ihren Fluggeräten. Überwiegend ließen sie Helikopter und Drohnen unterschiedlichster Größen steigen, Flugzeuge waren eher die Ausnahme. Einer der jüngsten Piloten dürfte der vierjährige Moritz aus Gettorf gewesen sein, der mit seinem Vater Jan Lukaszczuk, welcher auch Tim Bolwig beim Flugtag unterstützte, einen kleinen Hubschrauber steigen ließ. Zeitweise mit Papas Unterstützung, aber auch alleine, hatte Moritz es durchaus drauf. Besonders wenn man bedenkt, dass es erst sein zweites Mal war, wie sein Vater betonte.

Einer der gefragtesten Teilnehmer war sicherlich Thomas Berndt aus Schleswig, der seit etwa zehn Jahren sein Hobby betreibt und zehn Fluggeräte, gekaufte und auch selbst gebaute, sein Eigen nennt. Er stand jedermann bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite. So wie Michael Scholz und dessen Sohn Mathi (10) aus Gettorf. Mathis alter Helikopter war kaputt gegangen und der neue, den er just am Sonntag bekommen hatte, wollte auch nicht so wie er. Thomas Berndt nahm sich des Geräts an und reparierte ihn soweit, dass er sich fliegen und steuern ließ. Allerdings riet er auch, das frisch erworbene Fluggerät umzutauschen. Aber erstmal bewiesen er und Mathi ihr Können als Piloten, bevor der nächste „Kunde“ mit den Worten „Kannst du mir mal helfen?“ mit einer Drohne kam und Berndt wieder zum Werkzeug griff. „Das Schöne ist, dass er nicht nur kleine Reparaturen vornimmt, sondern auch den Besitzern der Modelle erklärt, woran es liegt, und wie er den Fehler behebt. So können insbesondere die jüngeren Teilnehmer gleich etwas lernen und werden mit der Materie vertraut gemacht, sodass das Interesse am Hobby erhalten bleibt“, so Tim Bolwig. Thomas Berndt – der als Schulhausmeister selbst oft Gelegenheit hat, seine Modelle in der Sporthalle seiner Schule in Schleswig aufsteigen zu lassen – freute sich, dass der Flugtag in Gettorf offenbar Anklang fand. „Ich mache da gerne mit, zumal in Norddeutschland diesbezüglich nicht allzu viel los ist. Man lernt neue Leute kennen, neue Modelle und kann sich untereinander austauschen“, so der Modellflieger, für den zum Hobby nicht nur das Fliegen, sondern ebenso das Basteln und Bauen gehören.

Tim Bolwig war mit der Resonanz auf den ersten Indoor-Flugtag vollauf zufrieden. „Es waren etwa 15 Kinder und 20 Erwachsene gekommen, teils mit der ganzen Familie und oben auf der Tribüne sitzen zusätzlich noch Zuschauer. Das ist fürs erste Mal doch nicht schlecht“, so der 39jährige. Er ist sich ziemlich sicher, dass die Veranstaltung häufiger stattfinden und sich weiterentwickeln wird. Zumindest dann, wenn der GTV mit im Boot ist. Vermutlich wird man künftig des Öfteren mal einen Schritt zu Seite machen und mal den Kopf einziehen müssen in der Sporthalle der Parkschule.

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