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Eckernförder Zeitung

22. November 2017 | 08:32 Uhr

Bikertreffen : Heiße Öfen und schwarze Kutten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Motorrad an Motorrad reihte sich beim Bikertreffen von Atrox MC Eckernförde aneinander. Der Club feiert sein 25-jähriges Bestehen

von
erstellt am 19.Apr.2014 | 08:00 Uhr

So hart gesotten mancher Motorradkluftträger mit seiner Kutte am Leib auch ausschaute, es wurde herzlichst umarmt, geherzt und auf Rücken geklopft. Egal ob in Lederkutte oder in der sportlichen Windjacke, beim Treffen des Eckernförder Motorradclubs (MC) Atrox am Clubhaus in Fresenboje bei Ascheffel ist jeder willkommen. Bereits eine Stunde vor offiziellem Beginn des Bikerfrühstücks waren es schon gut 50 Besucher – quer durch alle Generationen. Wie viele es werden, das wusste auch Atrox-Präsident Oliver Folge (48)nicht: „Wir sind gut vorbereitet. Wir haben 1200 halbe Brötchen, 15 Kilogramm Mettauftrich und zehn Kilogramm Fleischsalat.“

Unter den Besuchern die gesamte Phalanx an Motorradfahrertypen: der Senior, der sich einen Jugendtraum erfüllt, der ewige Rocker, der furchteinflößende Biker, die junge Familie mit Nachwuchs auf dem Bock.

25-jähriges Bestehen feierte der Club in diesem Jahr, seit 20 Jahren ist das Clubhaus in Fresenboje ihr Treffpunkt. Mit dabei die auch Familien und vielen befreundeten Motorradclubs aus dem Norden, wie dem Dirty Pack aus Kappeln, die Skymessenger Northgermany und die Snake Eyes aus Rendsburg. Aber auch viele Freebiker, also Motarradfahrer, die keinem Club angehören, fanden den Weg nach Fresenboje.

20 Mitglieder – Members – zählen zu Atrox. „Grundsätzlich kann jeder mitmachen“, sagt Folge, seit acht Präsident des MC. Doch einfach den Mitgliedsantrag ausfüllen und fertig – so einfach ist es dann doch nicht. Ein Probejahr müsse der Anwärter in Kauf nehmen. Über die Vollmitgliedschaft entscheidet dann der Club – „und alle müssen dafür sein“, betont Folge. Nur bei Einstimmigkeit werde dann die Kutte mit dem Totenkopf-Emblem verliehen. Jeden ersten Freitag im Monat findet im Clubhaus ein offener Treff statt. Jeder Interessierte kann sich ab 20 Uhr über den Motorradclub informieren.

Bei Atsche aus Kochendorf steht „Associate“ auf der Kutte. Der richtige Name tut nichts zur Sache. „Ich fühle mich dem Club eng verbunden“, sagte er, bei vielen Ausfahrten und Aktionen sei er dabei, doch eine Vollmitgliedschaft wolle sich der 61-Jährige „nicht mehr antun“. Die gute Gemeinschaft sei das Geheimnis eines intakten MC.

Drogen, Prostitution, Bandenkriege – Klischees, denen sich auch Atrox ausgesetzt sieht. „Wenn wir mit mehreren Bikern bei einem Straßenfest auftauchen, leert sich der Platz“, sagte Helge. Der 43-jährige Schleswiger ist Vizepräsident bei Atrox. Er ist sich sicher: „Bei einem Bikertreffen passiert weniger, als auf einem Schützenfest.“ Atrox erfülle keine der Klischees, sagt auch Folge. Dennoch pflege man gute Kontakte zu den Hells Angels, gibt der Kfz-Meister zu. „Aber wir mischen da nicht mit“, betont er. Der gegenseitige Respekt darauf beruhe die Szene.


 

 

 

 

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