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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 23:48 Uhr

Heiratsantrag und Willkommensparty

vom

Tender Main kehrt nach 182 Tagen vom Manöver Westlant Deployment aus den USA zurück / Heiratsantrag vor versammelter Mannschaft

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Eckernförde | Bewegende Momente spielten sich am Donnerstag auf der Pier des Marinehafens ab. Nach sieben Monaten auf See und in Manövern vor der Ostküste der USA im Einsatz, kehrte der Tender Main in den Heimathafen Eckernförde zurück, die Soldaten wurden sehnsüchtig von ihren Partnerinnen und Familien erwartet. Emotionaler Höhepunkt war der Heiratsantrag des Stabsgefreiten Chris Wohlfahrt, den er nach dem Einlaufen vor versammelter Mannschaft seiner Freundin Stefanie Cebulla machte. Stilecht ging er vor ihr auf die Knie. Ohne zu zögern, nickte sie, fiel ihm in die Arme und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss. "Ich bin total fassungslos", gab die frisch Verlobte zu. "So eine Überraschung!"" So konnten auch die nächsten Sektkorken knallen, um die Rückkehr der Lieben zu feiern. Auch der Kommandant des Versorgers, der Eckernförder Carsten Egerland, blieb nicht lange allein: Seine Frau Yvonne schenkte ihm zum Wiedersehen eine Willkommensparty, zu der sie auch ihre Familie aus Stralsund eingeladen hatte.

Mehr als 22 000 gefahrene Meilen und sieben Monate auf See lagen hinter den 64 Besatzungsmitgliedern, bevor sie wieder von ihren Familien und Freunden in die Arme geschlossen werden konnten. Der Eckernförder Spielmannszug "Drums & Pipes" sorgte beim Einlaufen für die musikalische Begleitung, das Marinemusikkorps Ostsee war an diesem Tag verhindert. Der Chef des Stabes der Einsatzflottille 1, Kapitän zur See Ingo Pache, dankte dem einheimischen Orchester ausdrücklich.

Der Tender "Main" war mit dieser Fahrt der erste Tender der Klasse 404, der eine Atlantiküberquerung absolviert hat. Schiff und Crew haben das beteiligte U-Boot "U 32", das am Montag wieder in Eckernförde einläuft, während der Atlantiküberquerung und der Manöver versorgt und diente als Kommandoplattform. Ohne den Versorger wäre auch der U-Boot-Einsatz nicht möglich gewesen, betonte Pache. "Sie tragen einen maßgeblichen Anteil am Erfolg dieses Manövers", sagte er an die Besatzung gerichtet.

Das Boot habe sich während der letzten Monate den Spitzname "Fighting Main" redlich verdient, beteuerte Fregattenkapitän Sascha-Helge Rackwitz, Kommandeur des 1. U-Bootgeschwaders und Kommandeur des Verbandes. Bei dem ungewöhnlichen ruhigen Rücktransit von den USA konnte die Besatzung jede Zeit bis zum letzten Tag nutzen, um Ausbildungsgänge und Versuchsreihen durchzuführen. So vergingen die 182 Tage für die Besatzungen schneller als für manchen Angehörigen, mutmaßte Fregattenkapitän Rackwitz. "Die Fahrt war für alle Angehörigen des Westlant-Verbandes eine tolle Erfahrung. Ich bin glücklich, der Verbandsführer gewesen sein zu dürfen", sagte der Kommandeur des 1. U-Bootgeschwaders.

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