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Paukenschlag : Heinz-Sielmann-Preis für Sir David Attenborough

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Inge Sielmann zeichnet das Lebenswerk des berühmtesten Tierfilmers und Naturforschers der Welt aus. Sir David Attenborough kann den Preis wegen Dreharbeiten in Australien leider nicht persönlich entgegennehmen. Neuer Zuschauerrekord bei den Schülern.

Das 7. Internationale Naturfilmfestival Green Screen hat gestern mit einem Paukenschlag begonnen: Inge Sielmann hat den von ihr persönlich gestifteten Heinz-Sielmann-Preis an den berühmtesten Tierfilmer und Naturforscher der Welt, Sir David Attenborough, verliehen. Inge Sielmann würdigt damit das „beispiellose Lebenswerk dieses großartigen Mannes“.

Der 87-jährige kann den Preis nicht persönlich entgegennehmen, weil er derzeit an einer 3 D-Produktion in Australien arbeitet. „Wir haben bis zuletzt gehofft, dass er es schafft“, sagte Sielmann gestern bei der Auftakt-Pressekonferenz in Eckernförde. Attenborough habe sich in einem Brief für den mit 5000 Euro dotierten Preis bedankt, sagte die Witwe des 2006 verstorbenen deutschen Naturfilmers Heinz Sielmann. Sir David Attenborough hat in seinem über 60-jährigen Schaffen für die BBC legendäre Filmdokumentationen produziert und gilt als Naturfilmpionier, der auch neue Techniken entwickelt hat. Seine weltweit bekannte Serie „Life on Earth“ ist eine der am meisten ausgestrahlten Naturdokumentationen überhaupt, hat neue Maßstäbe gesetzt und die Arbeit der nachfolgenden Generationen geprägt. Den Preis wird am kommenden Sonnabend auf Gut Altenhof der mehrfach ausgezeichnete Hamburger Naturfilmer Oliver Goetzl entgegennehmen, der im vergangenen Jahr eng mit Sir David zusammengearbeitet hat und ihn auch als Sprecher für seinen preisgekrönten Film „Held aus dem Dschungelbuch – der Lippenbär“ gewinnen konnte.

Es sei ganz im Sinne Heinz Sielmanns und David Attenborough, dass Naturfilmer aus aller Welt in Eckernförde zu einem solch ambitionierten und von der gesamten Bürgerschaft getragenen Festival zusammenkämen, sagte Inge Sielmann. „Wir hoffen, dass wir Sir David in den nächsten Jahren persönlich in Eckernförde begrüßen dürfen.“ Das Festival, dem nach sieben Aufbaujahren nun „sieben goldene Jahre“ bevorstehen mögen, hätte das verdient.

Festivalleiter Gerald Grote sprach von „sieben glücklichen Jahren“, die Green Screen erlebt habe. Das Festival werde getragen von der Begeisterung der Besucher und dem unbändigen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer. „So muss ein Festival sein“. Er dankte der Stadt für die 50 000 Euro finanzielle Förderung. Daran, so Grote, dürfe sich auch die Landesregierung ein Beispiel nehmen, denn noch immer müsse das für Schleswig-Holstein nicht unbedeutende Ereignis ohne einen Euro Landesförderung auskommen.

Bürgermeister Jörg Sibbel dankte wiederum Grote und seinem Team für die großartige Arbeit, von der auch die Stadt insgesamt profitiere. Jochen Hillers vom Förderverein Green Screen sprach von einem „sehr außergewöhnlichen Einsatz“ aller ehrenamtlicher Helfer. Nur dadurch sei das Festival so erfolgreich und erfahre von den Filmemachern eine so hohe Anerkennung. 13 000 Besucher, darunter 3416 Schüler, 15 Preise sowie die begeisterte Aufnahme bei der sh:z-Filmtour durch 17 Städte des Landes und erstmals auch Dänemarks zeigten, wie bedeutsam Green Screen inzwischen sei. Diese Dynamik fordere zwar alle, sei aber längst noch nicht erloschen. Mit Green Screen müsse weiterhin gerechnet werden, erst recht, wenn in drei Jahren endlich wieder ein Kino zur Verfügung stehe.

 

 

 

 

 

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erstellt am 06.Sep.2013 | 05:21 Uhr

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