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Heinrich Petersen gibt Vorsitz der Bundeswehr-Beamten ab

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 25.Jan.2016 | 13:38 Uhr

Eckernförde | Nach sieben Jahren hat Heinrich Petersen in der vergangenen Woche das Amt als Vorsitzender des Verbands der Beamten der Bundeswehr (VBB) niedergelegt. Petersen geht zum 1. April in den Ruhestand. „Aus dem Dienst auszuscheiden bedeutet auch, aus dem Alltagsgeschehen der Dienststellen rauszusein“, sagte er bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands. „Dann scheint mir eine konstruktive Verbandsarbeit kaum noch möglich.“

Die Geschäfte der Standortgruppe wird zunächst sein Stellvertreter Thomas Wallner weiterführen, Neuwahlen folgen Anfang 2017. Petersen: „Ich würde mir wünschen, dass Thomas Wallner zum Vorsitzenden gewählt wird. Er ist der Richtige für die Aufgabe.“

Petersen geht nach 46 Dienstjahren im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand. Der gelernte Elektriker hat 15 Jahre in der Lehrwerkstatt Elektroniker ausgebildet, war dann zuständig für die Aus- und Weiterbildung sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Stabes, bevor er als freigestellter Personalrat arbeitete. Für sein Engagement dankten ihm der Bundesvorsitzende Wolfram Kamm und der Bereichsvorsitzende Peter Maschmeyer.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Petersen auf die Neuausrichtung der Bundeswehr ein. Die VBB-Mitglieder setzten sich in den Personalratsgremien für die Belange aller Beschäftigten ein. „Insbesondere geht es dabei um den Erhalt von Dienstposten und damit auch um die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit der Dienststellen.“ Bei der WTD 71 zum Beispiel werden 123 Dienstposten gestrichen. Davon sind zwei Drittel besetzt. Für die betroffenen Kollegen gelte es nun, sozial verträgliche Regeln zu finden. Entlassungen solle es nicht geben.

Im Mai folgen die Personalratswahlen in den Dienststellen. Heinrich Petersen rief die Mitglieder dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Auch für ihn als Personalrat muss ein Nachfolger gefunden werden.

Die Zahl der Mitglieder im Ortsverband ist im vergangenen Jahr von 264 auf 242 gesunken, darunter 92 Pensionäre. Die Zahl der Kündigungen ist allerdings deutlich zurückgegangen. Nach 17 im Vorjahr waren es nun sieben. Das Problem: „Uns fehlt der Nachwuchs“, so Heinrich Petersen. „Wir finden zu wenig junge Beamte, die bereit sind, Mitglied zu werden.“

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