Gorch-Fock-Schule : Heinke Marquardt übernimmt die Leitung der Gorch-Fock-Schule

„So bald wie möglich“ möchte Heinke Marquardt ihre neue Stelle als Leiterin der Gorch-Fock-Schule antreten.
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„So bald wie möglich“ möchte Heinke Marquardt ihre neue Stelle als Leiterin der Gorch-Fock-Schule antreten.

Noch ist sie Lehrerin an der Peter-Ustinov-Schule, doch in den kommenden Monaten übernimmt die 47 Jahre alte Heinke Marquardt die Leitung der Gorch-Fock-Schule. Der Umzug der Schulewird ihre erste große Herausforderung.

shz.de von
17. Januar 2015, 06:58 Uhr

Die Gorch-Fock-Schule hat eine neue Schulleiterin: Heinke Marquardt. Die 47-jährige Lehrerin ist derzeit noch an der Peter-Ustinov-Schule tätig und wird ihr neues Amt in den kommenden Monaten übernehmen. Der aus 20 Mitgliedern bestehende Schulleiterwahlausschuss hat sich am Donnerstagabend mehrheitlich für die in Kosel lebende Heinke Marquardt (verheiratet, ein Kind) entschieden. Zwei Bewerberinnen hatten sich vorgestellt. Der Schulleiterwahlausschuss besteht aus zehn Vertretern des Schulträgers und jeweils fünf Vertretern der Eltern und Lehrkräften der jeweiligen Schule.

Sie tritt die Nachfolge von Andrea Eick an, die den geplanten Auszug der Grundschule aus dem Schulzentrum weder akzeptieren noch verhindern konnte und als Konsequenz daraus im vergangenen Jahr eine Schulleiterstelle in Altenholz angenommen hat. Nach dem Schulentwicklungsplan haben die ebenfalls im Schulzentrum untergebrachten Jungmannschule (Gymnasium) und Peter-Ustinov-Schule (Gemeinschaftsschule) weiteren Raumbedarf, der durch den Auszug der Gorch-Fock-Schule gedeckt werden soll. Die Grundschule soll stattdessen zum Schuljahr 2017/18 in die frühere Albert-Schweitzer-Schule im Wulfsteert umziehen (wir berichteten). Dagegen haben Eltern und auch die Schulleiterin protestiert.

Kein leichtes Erbe also für Heinke Marquardt, dem sie sich jedoch optimistisch stellt:

Frau Marquardt, wann treten Sie Ihr Amt genau an?

So bald wie möglich, am besten noch vor dem neuen Schuljahr. Wann genau, wird von Schulamt und Ministerium festgelegt.

Sie übernehmen die Leitung in einer schweren Zeit. Die Schule soll in zweieinhalb Jahren an den Standort der Grund- und Gemeinschaftsschule Süd umziehen und mit der Grundschule dort zusammengelegt werden. Warum tun Sie sich diese schwere Aufgabe an?

Ich habe in meinem Berufsleben nach neuen Herausforderungen gesucht. Ich fühle mich sehr, sehr wohl hier an der Peter-Ustinov-Schule, aber durch zahlreiche Fortbildungen habe ich gemerkt, dass ich eine Veränderung haben will. Der anstehenden Herausforderung bin ich mir bewusst und nehme sie auch gern an. Ich glaube, dass wir sie im Team gut bewältigen werden.

Was waren das für Fortbildungen?

Eine Fortbildung im Umfang von 120 Stunden, die die Aufgaben von Schulleitungen zum Inhalt hatte, wie beispielsweise Kommunikation, Konfliktlösung, Zeit- und Stressmanagment, Unterrichtsentwicklung, IT, Schulrecht und so weiter.

Die Gorch-Fock-Schule liegt nur wenige Meter nebenan. Wieviele Anknüpfungspunkte gibt es jetzt schon zwischen den beiden Schulen?

Ich habe die Schule schon unterstützt, wenn es um Technik oder die Nutzung der Aula im Schulzentrum ging. Als Fachleiterin Musik liegt das in meinem Aufgabenbereich, zum Beispiel bei Aufführungen.

Welche Fächer unterrichten Sie noch?

Studiert habe ich Deutsch, Heimat- und Sachunterricht und Musik und unterrichte Deutsch, Weltkunde und Musik.

Was halten Sie persönlich von der Entscheidung über den Umzug der Gorch-Fock-Schule?

Ich wechsele an eine Schule, an der die Entscheidung bereits gefallen ist, und ich stelle mich dieser Aufgabe. Jetzt geht es darum, diese Fusion so behutsam wie möglich zum Wohle aller durchzuführen. Die Kinder werden am neuen Standort genauso gefördert und gefordert wie am alten. Ich denke, dass der Umzug auch eine ganz große Chance für beide Kollegien ist, viel daraus zu machen und die Gorch-Fock-Schule weiterhin als Schule mit hoher Attraktivität auszubauen.

Steht denn schon fest, wer am neuen Standort die Leitung übernimmt?

Dafür habe ich mich auch beworben.

Welchen Schwerpunkt wollen Sie als Schulleiterin im pädagogischen und im administrativen Bereich setzen?

Zunächst einmal werde ich mir ganz viel anschauen, um mir ein eigenes Bild zu machen. Mein erster Schwerpunkt wird natürlich die Fusion sein, deren Planungen jetzt schon beginnen. Dann geht es darum, die Schule voranzubringen und den Unterricht weiterzuentwickeln.

Sie haben bisher an der Gemeinschaftsschule unterrichtet, jetzt geht es um die kleinen Kinder – eine ganz andere Welt.

Mit der ich aber gut zurechtkommen werde. Ich habe einen achtjährigen Sohn und habe bis zum letzten Jahr den Kinderchor „Koseler Kirchenmäuse“ geleitet. Das hat mir viel Freude bereitet.

Wie haben Ihre Schüler darauf reagiert, dass Sie die Leitung an einer anderen Schule übernehmen?

Zunächst haben sie applaudiert, dann war es totenstill.

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