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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 12:50 Uhr

sh:z-Tournee : Heimspiel für Green Screen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag und das Naturfilmfestival Green Screen haben auf ihrer Tour durch 17 Redaktionsstandorte in Eckernförde Halt gemacht. 280 Zuschauer sahen drei Filme und durften abstimmen, welcher den sh:z-Publikumspreis gewinnen soll.

Diese Tournee bringt Green Screen zu den Menschen: Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag hat in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit dem internationalen Naturfilmfestival jeweils drei Filme an 17 Standorten gezeigt. Die Zuschauer konnten dabei per Stimmzettel wählen, welcher Film mit dem vom sh:z gestifteten und mit 1000 Euro versehenen Publikumspreis ausgezeichnet werden soll. Das Ergebnis wird bei der Green-Screen-Preisverleihung am 7. September bekannt gegeben.

Für Green Screen war der Filmabend in Carls Showpalast am Dienstag ein Heimspiel – kein Wunder also, dass die kostenlosen Eintrittskarten schon am Freitag zuvor restlos vergriffen waren und 280 Besucher den von der Familie Greifenberg kostenlos zur Verfügung gestellten Saal füllten. Sie sahen drei Wettbewerbsfilme von je 45 Minuten: „The Niyodo River: A Symphony in Blue“ von den Japanern Yuki Saito und Taki Nishigawa erzählte in lyrischen Bildern vom Fluss Niyodo, einem der saubersten der Welt. Durch das Fehlen jeglicher Schadstoffe glänzt das Wasser in einem ungewöhnlichen Blau und zeigen sich Eiskristalle in allen Farben des Regenbogens. Der Film in englischer Übersetzung überzeugte durch seine poetische Bildsprache und wunderschönen Aufnahmen.

Der Filmemacher und Green-Screen-Preisträger Christian Herrmann hat für sein neuestes Werk sein Zelt in der Kalahari-Wüste aufgeschlagen: „Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen – Erdmännchen“ lautet der Titel über die possierlichen Tiere. Hier stand die Forschung über das außergewöhnliche Sozialverhalten der Tiere im Mittelpunkt. Noch nie gesehene Bilder von Erdmännchen-Geburten und die gemeinsame Abwehr von feindlichen Clans ließen die Zuschauer staunen.

Der Filmemacher Christoph Hauschild wandte sich „Vorpommerns Auen“ zu, einem Landstrich jenseits der bekannten Strände. Eindrucksvolle Bilder entstanden, wie durch Renaturierung wieder Lebensräume für oft schon vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen geschaffen wurden, beispielsweise den Schreiadler oder den Biber. Das Publikum war voll bei der Sache: Kein Rascheln, kein Flüstern störte die Bilder. Am Ende stand es vor der Qual der Wahl. Jeder Film fand seine Anhänger.

Mit den Kindern Mats und Carla sahen sich Birte Brändel und Raimund Rannoch aus Köln die Filme an. „Wir wollten schon immer mal zu Green Screen gehen“, sagte die in Eckernförde aufgewachsene Birte Brändel. „Aber es passte nie mit den Ferien.“ In diesem Jahr konnten sie zumindest am sh:z-Publikumspreis teilnehmen. „Sehr interessant“, fand Darren Kornath (13) aus Eckernförde die Filme. „Es macht Spaß, etwas zu sehen, worüber man sonst nichts erfährt wie zum Beispiel über die Biber.“ Als „ganz tolle Sache“ für Eckernförde bezeichnete Anne Schmidt aus Eckernförde das Festival und die sh:z-Tournee. „Das wertet Eckernförde auf.“

Die Idee, Filme an allen Redaktionsstandorten des sh:z zu zeigen, um das Festival über die Grenzen der Region hinaus bekannter zu machen, kam vor zweieinhalb Jahren auf. 2011 erfolgte die erste sh:z-Tournee, in diesem Jahr die dritte. Über 3000 Menschen haben teilgenommen. Zum ersten Mal sind auch Filme an zwei Standorten in Dänemark gezeigt worden, was den internationalen Charakter des Festivals unterstreicht. Und: „Die Tournee wirkt“, sagt Green-Screen-Pressesprecher Michael van Bürk. „Es gibt mittlerweile keinen Landespolitiker mehr, der Green Screen nicht kennt.“

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erstellt am 29.Aug.2013 | 06:00 Uhr

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