Haustiere aus der Tüte

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15. Mai 2019, 11:23 Uhr

Es gibt ihn tatsächlich, den Tag der „Sea-Monkeys“ , und zwar heute, am 16. Mai. „Sea-Monkeys“, bei dem Begriff werden sicherlich viele in ihre Jugendzeit katapultiert. Die „Seeäffchen“ wurden in der Jugendzeitschrift Yps verkauft, mehr als 20 Mal lagen sie als Gimmick dem Heft bei. Es gab auch das Agenten-Set, die Wunderbohnen aus Mexiko, den Eierbaum und das Zauberamulett, aber die „Sea-Monkeys“ oder Urzeitkrebse waren der Renner. Pulverisiert schlummerten die Mikro-Dinos in kleinen Tütchen. Gab man Wasser hinzu, sollten die Winzlinge wie durch ein Wunder zum Leben erwachen und bald herumflitzen und sich vermehren. In Wirklichkeit waren es Salinenkrebse oder eher deren Eier, die sich Jahrzehnte lang halten und eigentlich als Fischfutter dienen. Harold von Braunhut hat sich die „Sea-Monkeys“ als Instant-Haustiere patentieren lassen, das war 1957. So quietschfidel und drollig wie auf dem Cover waren die Tierchen in echt nicht. Mit bloßem Auge kaum zu erkennen und schon nach wenigen Tagen schwammen sie bei mir an der Wasseroberfläche. Es hätte aber auch klappen können, und daran wird heute gedacht.

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