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Wiedersehen im Haus : „Hausparty“ – Alle Jahre wieder

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zwölfte Wiedersehensfeier in der Jugend- und Kulturwerkstatt „Das Haus“. Lebendiger Austausch mit Musik, Spiel und guter Laune.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2016 | 05:29 Uhr

Eckernförde | Junggebliebene „Ehemalige“ und die Jugend der Jetzt-Zeit feierten am weihnachtlichen Vorabend gemeinsam – und inzwischen zum zwölften Mal – eine Wiedersehensparty im „Haus“ an der Reeperbahn. Die gemeinnützige Jugend-, Kultur- und Medienwerkstatt steht allen Generationen unterschiedlichster Herkunft offen. Hier wird seit inzwischen 45 Jahren täglich Jugendarbeit geleistet und gelebt. Die Angebote reichen von Sport, Spiel und Spaß bis zu Theater und Kinovorstellungen und Veranstaltungen, wie Poetry Slam, haben im Eckernförder Veranstaltungskalender bereits einen festen Platz.

Die Leiterin vom „Haus“, Nadine Förtsch, wird von einem jungen Team mit dem Erzieher Thoren Kohlweyer, FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr) Felix Kilian und BufDi (Bundesfreiwilligendienst) Leon Martin tatkräftig unterstützt. Der Eckernförder Thoren, der für sechs Monate Erzieher Gorden Frey vertritt, bringt gute Erfahrungen in den Bereichen der Jugendhilfe und Schulsozialarbeit mit und freut sich auf die neuen „Haus“-Aufgaben.

Von Nadine Förtsch stammte die Idee, der alljährlichen Wiedersehensparty so kurz vor Heiligabend einen zeitlich neuen Rahmen zu verpassen, und so fand erstmals die als Feier deklarierte Veranstaltung in der Zeit von 16 bis 23 Uhr statt. Natürlich war das Hausteam gespannt auf die Resonanz auf diese Zeitumstellung, die sich bei den älteren Ehemaligen entsprechend langsamer durchsetzte. Der große Andrang an Wiedersehensfreudigen stellte sich daher gegen 20.30 Uhr ein. „Wir werden sehen, ob der frühere Termin Zustimmung findet und werden dann im nächsten Jahr neu entscheiden“, begründete Nadine Förtsch ihre Idee.

Insgesamt stand das junge Team im vergangenen Jahr vor vielen Herausforderungen. „Wir haben für die in unserer Stadt Schutz suchenden Flüchtlinge vielfältige Angebote bereitgehalten“, ergänzte Nadine Förtsch zu den angefragten Veränderungen in der Freizeitstätte. „Es gibt Sprachkurse und Ausbildungen, die gern angenommen werden. Dabei ist es uns immer wichtig, soziales und solidarisches Verhalten zu vermitteln.“

Einer, der viele Jahre als FSJler maßgeblich an der Gestaltung der Jugendarbeit im „Haus“ beteiligt war, zählte an diesem Abend ebenfalls zu den „Haus“-Gästen: Jako Roder. Er hatte im Anschluss an sein soziales Engagement im Haus ein weiteres soziales Jahr in Kambodscha verbracht und studiert nun in Dundee/Schottland Psychologie und Forensische Biologie. „Ich möchte meine Dienst-Zeit im Haus und anschließend in Kambodscha keinesfalls missen und kann nur jedem Jugendlichen einen freiwilligen sozialen Dienst als Möglichkeit zur Orientierung empfehlen“, sagte Roder.

Die Schwerpunkte im „Haus“ liegen für die Jugendlichen bei Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Hilfreich ist dabei der zwölfköpfige Jugendrat, dem auch Patricia Ilof und Vivien Cramer angehören. Sie leisten ihre Arbeit freiwillig in ihrer Freizeit. Patricia Ilof bemerkte dazu: „Die Jugendlichen kennen uns gut. Wenn sie Fragen oder Probleme haben oder Hilfe benötigen, haben sie im Jugendrat immer einen Ansprechpartner, der ihre Interessen vertritt.“

Die Wiedersehensfeier stand auch in diesem Jahr generationsübergreifend im Zeichen von Party, Musik und guter Laune. Die älteren „Semester“ ließen es sich nicht nehmen, beim Billard oder Kicker den Jugendlichen zu beweisen, dass sie durchaus mithalten können. Das „Haus“-Team konnte mit dem freundlichen Miteinander und der insgesamt fröhlichen und gelungenen Stimmung wieder einmal sehr zufrieden sein.

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