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Was passiert mit der Hans-Bernd-Halle? : Haushalt erlaubt nur Sanierung in Teilen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Mitglieder des Bauausschusses haben am Montagabend ausführlich die verschiedenen Varianten einer Sanierung der Turnhalle an der Schule diskutiert. Eine Vollsanierung scheint ebenso wie ein Neubau nicht zu finanzieren.

Die energetische Sanierung der Hans-Bernd-Halle und der Neubau einer Sportstätte wurden schon oft in der Gemeinde diskutiert. Nach einer Gegenüberstellung der Kosten durch das Planungsbüro am Montagabend im Bauausschuss ist der Neubau für geschätzte 4,5 Millionen nun vom Tisch.

Eine utopische Summe, taten sich die Ausschussmitglieder doch schon mit den veranschlagten 1,52 Millionen Euro einer Vollsanierung schwer, und selbst die partielle Instandsetzung für circa 767 000 Euro, die die Bauabteilung empfohlen hatte, sorgte für Bauchschmerzen in den Fraktionen. Eckhard Sindt (CDU) erinnerte an die jährliche Unterdeckung des Haushalts von 460 000 Euro und erklärte, dass es sich bei den geschätzten Einsparungen von 4000 bis 5000 Euro im Jahr nicht lohne, mehr anzufassen, als das Dach. Sindt: „Kein Mensch würde bei einer so geringen zu erwartenden Einsparung sein eigenes Haus sanieren.“ Um eine neue Lüftung komme die Gemeinde allerdings nicht herum, machte Planer Andreas Schwarz von der Firma Aqua Constulting deutlich und empfahl die Teilsanierung, die neben der Belüftung auch neue Fenster und Türen, Dämmung und den Einbau einer Biomasse-Heizung beinhaltet. Die Teilsanierung sei mit Blick auf die Abschreibung und die Einsparungen im Ergebnishaushalt auch für den Haushalt das Beste, gab Thomas Waldeck (WiR) zu bedenken. Der Ausschussvorsitzende Tim Gabrys  (CDU) plädierte dafür, nur das Notwendigste machen zu lassen.

Horst Mattig (SPD) dagegen wollte mindestens das Dach, Lüftung und Fenster saniert wissen – alles andere solle dem Finanzausschuss überlassen werden, für den er sich noch Zahlen wünschte, die Aufschluss über die Kosteneinsparungen der einzelnen Varianten geben. „Eine Vollsanierung ist für mich noch nicht abgehakt“, machte Mattig deutlich.

Für die sei eine Förderung von 500 Euro pro Quadratmeter vom Bund zu erwarten, für die Teilsanierung wären es 300 Euro pro Quadratmeter, führte Schwarz aus. Zum seit langem diskutierten Dach führte er aus, dass ein Rückbau der vorhandenen Konstruktion zu teuer ist. Daher würde er ein Satteldach mit einem Winkel von 15 Grad darüber setzen. Eine statische Verstärkung der Außenwände sei dafür nicht erforderlich, so der Planer. Die Kosten allein für ein neues Dach schätzt er auf 300 000 Euro plus Nebenkosten.

Welchen Umfang die Sanierung haben kann, werden die Mitglieder des Finanzausschusses in ihrer Sitzung am Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr im Amt beraten.

 

 

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erstellt am 03.Sep.2013 | 15:42 Uhr

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