Martinsmarkt : Hauptsache handgemacht

Beliebt war der Kindermarkt, zu dem Erwachsene keinen Zutritt hatten und wo Verkäufer wie Lisa (8) und Käufer wie Joa (7) den Umgang mit Geld lernen konnten.
1 von 4
Beliebt war der Kindermarkt, zu dem Erwachsene keinen Zutritt hatten und wo Verkäufer wie Lisa (8) und Käufer wie Joa (7) den Umgang mit Geld lernen konnten.

Martinsmarkt in der Waldorfschule entpuppt sich wieder als Besuchermagnet / Handgemachtes findet Abnehmer bei Kindern und Erwachsenen

shz.de von
14. November 2016, 06:00 Uhr

Eckernförde | Der Martinsmarkt in der Freien Waldorfschule hat schon lange Tradition. In jedem Jahr öffnet sich die Schule an dem Wochenende um den 11. November, und in den drei Stockwerken werden verschiedene handgemachte Waren angeboten.

Organisiert wird der Markt in jedem Jahr von der Elterninitiative „Martinsmarktkreis“. Der Erlös der Aktion geht zum Teil an die Waldorfkindergärten, ein großer Teil bleibt aber für notwendige Anschaffungen innerhalb der Schule. „So konnten wir zum Beispiel schon eine neue Bestuhlung des Saals davon bezahlen“, erklärte Heike Pankatz vom Martinsmarktkreis. Ein weiterer Teil geht an die Partnerschule in Namibia. Getreu dem Motto „Teilen ist wichtig“.

„Es gibt in jedem Jahr einige feste Posten, wie das Laternebasteln in der 1. Klasse“, erklärte Heike Pankatz. Das Basteln war besonders wichtig, da auch in diesem Jahr wieder im Anschluss an den Markt ein Umzug um die Imland-Klinik geplant ist. Bei den Kindern war vor allem der „Kindermarkt“ beliebt. Entsprechend wurde vor der Tür ein Wächter positioniert, der allen Erwachsenen den Eintritt verwehrte. Im Innern verkauften die Kinder ihre selbstgebastelten Waren. „Wir achten darauf, dass nichts über einem Euro dabei ist“, sagte Barbara Budke. Die Kinder sollen so auch spielerisch den Umgang mit Geld lernen.

Die dritte Klasse wiederum verkaufte Brot. Das Korn dafür wurde im vergangenen Jahr von den Schülern selbst angebaut und das Brot zusammen in einer Bäckerei gebacken. Auch das beliebte Kerzenziehen gehört zum Martinsmarkt. „Ich und Emma kommen in jedem Jahr her zum Kerzenziehen“, erklärte Michaele Bollmann. „Das ist unser Mutter-Tochter-Tag.“ Die Kerze von Emma (6) bekommt dann ihr Vater als Geschenk.

Ein Stockwerk höher ging es besinnlicher zu. Hier wurde fertiger Lebkuchen verziert. Am Ende des Tages können die Kinder ihren getrockneten Lebkuchen mit nach Hause nehmen. Das gleiche galt für die Traumfänger, die die Kinder bastelten. Auch in diesem Jahr waren einige externe Aussteller dabei, die ihre handgearbeiteten Waren anbieten durften. Die ganze Schule war erfüllt von lachenden Kindern, die mal hier in einen Raum schauten und mal da etwas erlebten.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen