Hauptausschuss für offensives Umgehen mit Nazivergangenheit

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09. März 2013, 03:59 Uhr

Eckernförde | Er war von 1931 bis 1933 Bürgermeister von Eckernförde und später (1955 bis 1959) Stadtpräsident von Kiel: Wilhelm Sievers. Wegen seiner nationalsozialistischen Vergangenheit wurde sein Porträt aus der Galerie der ehemaligen Bürgermeister und Stadtpräsidenten im Kieler Rathaus entfernt. Ob dasselbe auch in in Eckernförde geschehen soll, berieten jetzt die Mitglieder des Hauptausschusses. Bürgermeister Jörg Sibbel betonte, dass im selben Zuge auch die Bilder von Helmut Lemke (Bürgermeister von 1933 bis 1937) und Friedrich Böhm (1938 bis 1945) abgehängt werden müssten. Und auch Werner Schmidt (1952 bis 1966) stünde in der Kritik.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass ein bloßes Abhängen der Bilder nicht zielführend sei, handele es sich doch um ein "Fakt der Zeitgeschichte" (Rainer Beuthel) und pflichteten Jörg Sibbel bei, dass in dem Falle eine längere Zeit der Stadtgeschichte namens- und gesichtslos bleiben würde. Vielmehr sprachen sie sich dafür aus, Zusatztafeln mit Erläuterungen anzubringen und sich aktiv mit der Zeitgeschichte auseinanderzusetzen.

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