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RADSPORT : „Hatte schon Tour-de-France-Charakter“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das 23. Radrennen „Rund um Ascheffel“ wies in diesem Jahre eine neue Rekordbeteiligung auf. Erstmals wurde die 1000-Teilnehmer-Marke geknackt. Die Grenze ist damit erreicht.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Die 23. Auflage des Radsportklassikers „Rund um Ascheffel“ dürfte als Rennen der Rekorde in die Geschichtsbücher eingehen. Mit der Rekordzahl von 1070 Radsportlern befanden mehr Akteure auf der Strecke, als Einwohner in der Gemeinde zu Hause sind (1011). Auch die Zahl der Zuschauer hat sich mit 300 mehr als verdoppelt. Sie wurden damit belohnt, dass in fast allen Rennen die bestehenden Bestzeiten purzelten.

Allen voran der 21-jährige Däne Magnus Cort Nielsen (Horsens), der das anspruchsvolle 23. internationale Rundstreckenrennen nach 115,5 Kilometern und der Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,2 km/h in der Rekordzeit von 2:33,17 Stunden nach einem spannenden Massensprint für sich entschied, seine Landsleute Michael Svendgaard (Horsens) und Morten Øllegaard (Odense) auf die Plätze verwies und den alten Rekord gleich um sieben Minuten unterbot. Zum Vergleich: 2001 benötige der Sieger Rene Jacobsen (Tondern) noch 3:00,15 Stunden. Bestplatzierter Deutscher wurde der 29-jährige Chemnitzer Matthias Friedemann (Team Ur-Krostitzer Giant).

Einmal mehr musste der großen Organisationsmannschaft der SG Athletico Büdelsdorf um Organisator Holger Thielen, Rennleiter Manfred Bartsch und Claudia Koll im Wettkampfbüro eine Meisterleistung bescheinigt werden. „Wir haben mit mehr als 1000 Fahrern unsere Grenzen erreicht. Uns hat eine Anmelde-Welle ohne Gleichen überrollt. Wir mussten sogar vor Ablauf der Meldefrist die Anmeldungen stoppen. Bei so vielen Rennen mit bis zu 200 Fahrern pro Kategorie ist die Grenze des Machbaren überschritten. Das hatte ja schon Tour-de-France-Charakter“, sagte Thielen, der auf der anderen Seite stolz ist auf die große Resonanz nicht nur aus Deutschland, sondern aus ganz Nordeuropa.

170 Fahrer gingen in der Klasse B/C auf den 16,5 Kilometer langen Rundkurs, und die „jungen Wilden“ legten mit 41,2 km/h nicht nur ein hohes Tempo vor sondern auch zahlreiche Stürze. „Es sind viele aus den Junioren aufgerückt, und damit junge Fahrer im Einsatz, die es noch nicht so richtig einschätzen können“, glaubt Holger Thielen die Ursache zu kennen. Im Elite-Rennen der Frauen setzte sich die Jugend durch. Die erst 16-jährige Pernille Mathiesen (Odder/DK) siegte im Spurt mit einer Radlänge vor ihrer Teamkollegin Marie Julie Hansen (26). Eine weitere Radlänge zurück folgte die 22-jährige Simona Janke (RV Endspurt 08 Wuppertal). Sandra Wichmann (SG Athletico Büdelsdorf) belegte in einem Feld mit 46 Fahrerinnen Rang zwölf.

Mehr als doppelt so groß wie zuletzt war das schon professionell anmutende 105-Fahrer-Feld der Jedermannklasse, das, wie alle anderen, alle Rekorde brach. Die 49,5 Kilometer wurden vom 32-jährigen Eugen Mesmer (HRC Hannover) in 1:14,10 Stunde (Ø 40,0 km/h) im Spurt vor Thomas Altmann (OSC Potsdam) und Jens Ole Tietje (Hallzig Express) gewonnen.

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