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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 22:10 Uhr

Politik : Hartnäckigkeit wird belohnt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bau des neuen Mehrzweckraumes in Surendorf hat mit dem Spatenstich offiziell begonnen.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2017 | 08:05 Uhr

„Viele Bürger haben schon nicht mehr daran geglaubt, doch heute stehen wir hier zum offiziellen Spatenstich“, sagte gestern ein sichtlich erfreuter Bürgermeister Gustav Otto Jonas. Mit diesem Spatenstich ist der Bau des Mehrzweckraumes, der 390  000 Euro kosten wird, nun amtlich. Dieser wird an das Vereinsheim angegliedert, ohne dieses jedoch zu überragen. „Die Gesamtgröße der Halle beträgt dann 173 Quadratmeter“, erklärte der zweite Vorsitzende des Surendorfer Turn uns Sportvereins (STS), Andreas Losch.

Für den Verein ermöglichen sich durch den Raum viele neue Möglichkeiten, das sportliche Angebot auszuweiten. „Außerdem können wir unsere Schützen, die momentan beim MTV Dänischenhagen sind, zurück zu uns holen“, sagte Losch. Zudem wird die neue Halle barrierefrei gebaut und ein WC für Behinderte beinhalten. Herzstück wird die mobile Schießanlage werden, die es zusammen mit der Waffenkammer erlaubt, den Schützen ein neues Zuhause zu bieten.

Doch auch andere Sportarten, wie Judo oder Bodenturnen sollen nach Abschluss der Bauarbeiten in dem neuen Raum angeboten werden. „Wir können dadurch auch die Belegung der bestehenden Halle etwas entspannen“, sagte Losch. Grade in den Wintermonaten sei die Halle quasi durchgehend überbucht.

Mit dem Spatenstich endete für den 600 Mitglieder starken Verein ein acht Jahre andauerndes Ringen. So lange hat es gedauert, die Baugenehmigung und die finanziellen Mittel zu generieren. Erste Überlegungen für die Halle wurden im Oktober 2009 angestellt. „Wir mussten in den letzten Jahren viel Überzeugungsarbeit leisten“, erinnerte sich Losch. Auch in der Politik sei das Thema „kontrovers diskutiert“ worden, so Jonas. Schon 2013 schien man eigentlich am Ende der Reise zu sein. Damals kam der Förderbescheid von der Aktiv-Region. „Doch zu dem Zeitpunkt waren die Töpfe schon leer“, sagt Losch. Also konnte nicht gebaut werden. 2016 lief es besser. Wieder ein positiver Förderbescheid und diesmal war auch Geld da. 100  000 Euro gibt die Aktivregion. „Ohne dieses Geld wäre der Bau nicht möglich“, betont Jonas. Die restlichen 290  000 Euro teilen sich der STS und die Gemeinde. 80  000 Euro kann der Verein aufbringen. „Ihr habt auf dieses Ziel seit Jahren hingearbeitet und seid immer beharrlich gewesen“, lobte Jonas. Das restliche Geld wird von der Gemeinde gestellt, die dazu einen „zinsgünstigen Kredit“ aufnimmt.

Im Dezember soll das Gebäude stehen und den Sportlern dienen. „Es war ein langer und beschwerlicher Weg, aber jetzt ist es endlich so weit“, sagte Losch. Geplant wurde die Halle vom Eckernförder Architekten Matthias Wohlenberg. „Wir planen das Gebäude seit vier Jahren“, erklärt er. Neben dem Hauptraum sollen ein Abstellraum und die Waffenkammer hier Platz finden. Auch ein Außeneingang sowie ein weiterer durch das Bestandsgebäude ist geplant. Beruhigen kann der Architekt die Autofahrer. Zwar ist die neue Halle auf dem bestehenden Parkplatz geplant, doch man werde rund um die Halle und am Weg neue Stellplätze schaffen. Insgesamt sollen 33 Pkw Platz finden. Beim Bau setzte man auch regionales Know-How. So werden die Betonarbeiten von der Kieler Baufirma Leptien erledigt. Den Rest übernimmt die Zimmerei Werner aus Rieseby.

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