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Schüleraustausch : Haotian Wu sucht eine Gastfamilie

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Chinesischer Schüler aus Nanjing kam über das Internationale Jugendaustauschprogramm des Deutschen Youth For Understanding Komitees.

Neuwittenbek | Er ist 16 Jahre alt, interessiert sich für Naturwissenschaften, liest Science-Fiction-Romane, mag Tiere und geht gern joggen. Haotian Wu, der, weil es einfacher ist, auch Stefan genannt wird, kommt aus Nanjing, der mit über fünf Millionen Einwohnern hinter Shanghai zweitgrößten Stadt im Osten Chinas.

Haotian Wu hofft auf eine neue Gastfamilie in der Region. Über das internationale Jugendaustauschprogramm des Deutschen Youth For Understanding Komitees (YFU) verbringt er ein Jahr in Deutschland. Im August kam er an, absolvierte zunächst in der Nähe von Düsseldorf einen Sprach- und Orientierungskurs. Seit Anfang September wohnt er bei Udo und Stefanie Huchel in Neuwittenbek und besucht derzeit die 10. Klasse das Gymnasiums Kronshagen.

Chinesische Austauschschüler bräuchten, um nach Deutschland zu kommen, eine Visums-Familie, erklärt Stefanie Huchel. „Wir haben gesagt, das machen wir gerne, damit er eine Ankunftsfamilie hat.“ Jetzt hat die Organisation eine Gastfamilie in Niedersachsen für ihn gefunden. Aber er würde gern in der Region bleiben. Denn er hat sich schon gut eingelebt und Freunde gefunden. „Es ist nicht so, dass wir ihn nicht mögen und nicht behalten wollen“, betont Stefanie Huchel. Ganz im Gegenteil, sie mögen ihn sehr. „Es passt einfach gerade nicht so gut.“ Ihren letzten Austauschschüler haben sie kürzlich verabschiedet, ihre Tochter studiert in Hamburg, ihre Söhne betreiben Leistungssport und müssen sich auf ihr Abi vorbereiten. Sie und ihr Mann sind beruflich sehr eingespannt. Er ist als Lotse auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf Abruf unterwegs, sie arbeitet als Ergotherapeutin. „Wir können derzeit einfach nicht so viel Zeit mit ihm verbringen, wie wir gerne möchten“, sagt Stefanie Huchel.

Austauschschüler aufzunehmen empfinden beide als Bereicherung. Sie hatten schon ein Mädchen aus China, einen Jungen aus Thailand und einen Jungen aus Estland. Der Kontakt zu allen besteht bis heute. „Man erweitert dadurch seinen Horizont“, findet Udo Huchel, der zur See gefahren ist. Stefanie Huchel, die selber als Austauschschülerin ein Jahr in Kalifornien verbracht hat, weiß, wie wertvoll so eine Erfahrung für Jugendliche ist. Die Familie, die Stefan aufnehmen möchte, braucht weder Chinesisch noch Englisch zu sprechen. Stefan bestätigt das. „Ich möchte ja Deutsch lernen“, sagt er. Er spricht schon etwas Deutsch. Wenn ihm die Worte fehlen, wechselt er ins Englische. „Deutschland hat einen guten Ruf in China“, erzählt er. „Ich interessiere mich für die deutsche Geschichte und mag die Häuser hier.“ Da er Einzelkind ist, hofft er auf Gastgeschwister, die ruhig jünger sein können als er. Er ist vielseitig interessiert, besucht eine naturwissenschaftliche Klasse, hat in China einen Super-Brain-Club gegründet, in dem sie Computer-Spiele spielen und würde gern Sportarten wie Fußball, Badminton oder Schach ausprobieren. „Wegen des Sportangebots wäre Gettorf natürlich traumhaft“, merkt Stefanie Huchel an. Ein Schulwechsel wäre auch kein Hindernis. Bieten müsse man dem Austauschschüler lediglich ein eigenes Bett und etwas zu essen. „Wenn man ihn so versorgt wie die eigenen Kinder, dann hat es auch der Austauschschüler gut.“ Bevor der Gastschüler aufgenommen wird, kommt jemand von der Organisation vorbei, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. „Wir wünschen uns eine nette, aufgeschlossene, humorvolle Familie für Stefan“, appelliert Stefanie Huchel. „Er ist lustig, und es ist angenehm mit ihm zusammen zu sein.“ Interessierte Familien, die Stefan bei sich aufnehmen möchten, können sich entweder an die derzeitigen Gasteltern, Udo und Stefanie Huchel in Neuwittenbek unter Tel. 04346/41  23  66, oder direkt an YFU unter Tel. 040/227002-778 oder per E-Mail gastfamilien@yfu.de wenden.

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