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Eckernförder Werkstätten : Handwerkermarkt mit Kultstatus

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Werkstatt lädt am Sonnabend, 21. November, zum 13. Handwerkermarkt im Holm 17-21 ein. Alle Produkte werden selbst gefertigt.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2015 | 06:08 Uhr

Eckernförde | Der Handwerkermarkt in der Eckernförder Werkstatt hat Kultstatus erreicht. Zum 13. Mal findet er in diesem Jahr am Sonnabend, 21. November, von 10 bis 17 Uhr im Holm 17 bis 21 statt. 13 Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und 41 Einzelaussteller bieten hier ihre handgefertigten Waren an. „Es sind alles Eigenprodukte, keine maschinell erstellte Massenware“, sagt Einrichtungleiterin Anja von Keller. Dabei kommen die Aussteller nicht nur aus der Region und ganz Schleswig-Holstein, sondern zum Teil auch aus anderen Bundesländern wie Hamburg, Niedersachsen oder Neubrandenburg. Die Palette des Angebots aufzuzählen, ist nicht erschöpfend möglich – aus allen Bereichen der Manufaktur sind Waren zu finden: Handarbeiten, Keramik, Leder und Holz, Kerzen, Seifen, Karten und Weihnachtsschmuck, Dekoration, Malerei, Marmelade und Honig.

80 Bewerbungen für den Markt hatte die Werkstatt in diesem Jahr. Dabei achten die Veranstalter um Inge Kile darauf, dass jedes Jahr auch neue Angebote zu finden sind. So gibt es diesmal zusätzlich handgeschöpfte Schokoladen mit Motiven wie Eisbären oder Elchen aus Rendsburg und das „Lakritzfahrrad“ aus Rieseby mit einer großen Auswahl an Lakritzsorten aus Schweden.

Der Gedanke hinter dem Handwerkermarkt ist es, eine Gelegenheit zu schaffen, auch die eigenen Produkte der Eckernförder Werkstatt zu präsentieren und zu verkaufen. 236 Beschäftigte mit geistigen und psychischen Einschränkungen zählt die Einrichtung. Sie werden von insgesamt 60 Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit betreut. Ihnen wird in dem geschützten Raum der Werkstatt die Möglichkeit einer Arbeit, eines geregelten Tagesablaufs und des sozialen Kontakts gegeben – ebenso, wie es auch für Menschen ohne Einschränkungen an der Tagesordnung ist. Sie arbeiten in vier Montagebereichen, in Produktionsgruppen und in verschiedenen Bereichen der Dienstleistung. Unter anderem werden hier Seifen, Kerzen und Kaminanzünder hergestellt, es gibt eine Holzwerkstatt, eine Filzerei und eine Kaffeerösterei. Zusätzlich zur Präsentation der eigenen Erzeugnisse kommt der Inklusionsgedanke: Soziale Einrichtungen bedienen einen Markt gemeinsam mit privaten Anbietern. „Der Mix macht’s“, sagt Anja von Keller.

Wie in den vergangenen Jahren werden wieder 3000 Besucher in den Fluren und Montagebereichen der Werkstatt an diesem Tag erwartet. Für sie wird ein Shuttle-Service vom Bahnhof zur Werkstatt und zurück eingerichtet. Wer mit dem Auto kommt, kann zudem den naheliegenden Parkplatz des Waffenherstellers Sig Sauer in der Sauerstraße benutzen. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt zudem der Parkplatz des Schulzentrums.

Hungrige Mägen wird es an diesem Tag nicht geben. Dafür sorgen Bratwurst, Baguette und Erbsensuppe sowie Kaffee und Kuchen.

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