Handgebraute Biere und Musik, die in die Beine geht

von
28. Juli 2015, 06:24 Uhr

Zehn Jahre Kakabellenbier - das Jubliäum wurde am Wochenende gebührend gefeiert. Organisiert hatte das Fest Hendrik Lückenga, der das Bier, das im 15. Jahrhundert erste Erwähnung fand, dann aber über Jahrhunderte vergessen war, wiederentdeckt und wiederbelebt hatte. Mit drei tollen Tagen wurde das Fest der handgebrauten Biere in der Siegfried-Werft gefeiert, die das Kakaballenbier nun auch schon seit fast zehn Jahren im Angebot hat. „Gleich der erste Abend war sehr gut besucht“, sagte der Veranstalter. Das Anzapfen und die Livemusik der Borby Dixies lockten so viele Gäste, dass Braumeister Sascha Lämmer von der Ricklinger Landbrauerei gar nicht zu dem geplanten Vortrag über handgebraute Biere kam. „Ich bin hier nur von einem Zapfhahn zum nächsten gesprungen“, berichtete er. Sommerbrise, Stout und Rickel - neben dem Kakabellenbier hatte er sieben weitere Craft-beer-Biersorten seiner Brauerei mitgebracht.

Aber nicht nur die vielen Biersorten lockten die Besucher am Wochenende in die Siegfried-Werft. Am Sonnabend verkaufte „Sprotten-Uwe“ (Bengius) original Eckernförder Sprotten und eine Tombola, deren Erlös an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DgzRS) ging, die am Sonntag zum „Tag der Seenotretter“ eingeladen hatte, lockte mit interessanten Preisen. Zum Frühschoppen am Sonntag trug Joachim Staugard Seemannslieder vor.

Publikumsmagnet waren auch die Auftritte der Stoker Jazzband, die am Sonnabend gleich zweimal zu sehen und hören waren. Sonnabendvormittag waren die Stehplätze am Geländer Hafenbrücke schnell besetzt, als die Stoker loslegten. „Wir haben uns von der Musik gleich angezogen gezogen gefühlt“, meinte Priska Flinzer-Frömmling. Die Hamburgerin macht gerade gemeinsam mit Claus Külper einen Segeltörn, und wollte das stürmische Wochenende in Eckernförde abwarten, um dann weiterzusegeln.

„Wir kennen die Stoker Jazzband schon länger und sind in erster Linie ihretwegen hier“, sagten Ingrid und Rolf Fischer aus Gettorf. Rolf Fischer hatte diese Musikrichtung schon in der Jugend in den Südstaaten der USA kennen- und schätzen gelernt. „Das ist so ein toller Rhythmus, der sofort in die Beine geht“, schwärmte er.

Auch wenn das Wetter sicher Einfluss auf den Zulauf an Gästen hatte, waren Hendrik Lückenga und Oliver Träger von der Siegfried-Werft mit dem Zuspruch sehr zufrieden. „Wir müssen hier im Norden das Wetter immer mit einkalkulieren“, sagte Lückenga. Dennoch habe es so viele positive Rückmeldungen gegeben, dass eine Wiederholung eines solchen Angebots mit verschiedenen Bieren sehr wahrscheinlich ist.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen