Handball-Kreisoberliga : Handball der schmutzigsten Art

Eckernfördes Niklas Krohn (Mitte) erzielt einen seiner sieben Treffer. Rot-Sünder Björn-Ove Peters (rechts) verfolgt die Aktion.
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Eckernfördes Niklas Krohn (Mitte) erzielt einen seiner sieben Treffer. Rot-Sünder Björn-Ove Peters (rechts) verfolgt die Aktion.

Die Eckernförder Gastgeber verlieren gegen die HSG SZOWW II mit 30:31 (13:17). Dabei zeigten die Gäste eine teilweise rohe Gangart und kassierten auch zwei Rote Karten.

shz.de von
21. Januar 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | Das war Handball der schmutzigsten Art, die in der Wulfsteerthalle vor 80 wütenden Zuschauern von der HSG SZOWW II praktiziert wurde. Catcheinlagen, Handkanten- und Ellenbogenschläge gab es fast im Minutentakt. Dennoch setzten sich die Gäste mit 31:30 (17:13) bei der HSG Eckernförde durch.

Die Eckernförder traten ohne Luca Reifferscheidt, Marius Heldt, Sebastian Glowalla, Martin Müller und Jens Marten an. „Wir starteten schlecht in die Partie, wie mit Blei in den Beinen, mit wenig Ideen im Angriff, nicht wach und bissig in der Abwehr“, ärgert sich Eckernfördes Trainer Gerd Fleischmann. Am Ende gab es neun Zeitstrafen und zwei Rote Karten gegen die Gäste, bei fünf Zeitstrafen gegen die heimische Mannschaft.

Die Gäste ließen immer mal wieder ihr höherklassiges Können aufblitzen. Von Beginn an hatten sie die Partie im Griff und gingen mit einem 17:13 in die Pause. Björn-Ove Peters (3 x 2 Minuten) und Birger Rudolph (unsportliches Verhalten) musssten bei den Gästen vorzeitig vom Feld. Deshalb kam beim Eckernförder Anhang Hoffnung auf. Nach Treffern von Niklas Krohn und Thies Wohlleben gingen die Eckernförder erstmals mit 27:26 (52.) in Führung. Doch ebenso rasch legten die Gäste nach und verließen letztlich doch mit 31:30 das Feld als Sieger. „Wir haben uns vom langsamen Spiel der HSG SZOWW anstecken lassen und unsere Stärken, das schnelle, aggressive Spiel aus der Abwehr heraus vergessen“, sagt Fleischmann, der in dieser Partie keine Werbung für den Handball sah. „Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Halle tobt.“


HSG Eckernförde: F. Huth, T. Huth – Biais (1), N. Krohn (7), Andreas, Huber (4), Wohlleben (9), Levien, J. Krohn (2), Kroniger (3), Fleischmann (2).
SR: Axelsen/Mai (HSG Tarp-Wanderup).
Zeitstrafen: 5:9.
Rote Karte: Peters (50.), Rudolph (56., beide HSG SZOWW III).
Zuschauer: 80.

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