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Eckernförder Zeitung

20. November 2017 | 01:43 Uhr

fotomenta : Hallsteins nasse Motive

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Fotograf stellt in Maria Reichenbergers fotomenta aus. Hier können Leseratten auch Bücher tauschen.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 06:03 Uhr

Eckernförde | „Fotos haben keine Lobby“, sagt Maria Reichenberger. „In gemischten Ausstellungen von Gemälden und Fotos gehen die Fotos immer unter.“ Doch in ihrer Galerie „fotomenta“ in der Sehestedter Straße 81 ist das anders. Hier haben die Fotos das Sagen. Nach Ulrich Kleinfeld vom Fotoclub Eckernförde bestreitet nun Udo Hallstein die Ausstellung. Am Freitag fand die Vernissage statt.

Udo Hallstein ist Segler, Fotograf und freier Mitarbeiter der Eckernförder Zeitung. Er hat schon alles fotografiert, was der Segelsport hergibt, ob aufgeblasene Spinnaker oder schräg im Wasser liegende Segelboote, Ausnahmesportler im Rausch des Windes oder Details im Spritzwasser. Auf rund 30 Bildern zeigt der 61-Jährige noch bis zum 7. Juli eine Auswahl seiner Fotokunst. Dabei steht immer das Maritime im Vordergrund – neben dem Segeln kann das auch der „Supermond“ über der Nixe am Strand sein oder der Eckernförder Hafen im Nebel.

„Die Nähe zum Objekt ist aufgrund meiner Tätigkeit als Reporter für den Sportteil der Eckernförder Zeitung sozusagen berufsbedingt“, sagt er. „Da muss man ran ans Objekt.“ So manches mal hing er dabei mit dem Oberkörper aus seinem Motorboot, das nur wenige Zentimeter nben einer Segeljolle fuhr, die eine Hand das Lenkrad umklammernd, die andere Hand die Kamera dicht über die Wasseroberfläche haltend, um dem Motiv die nötige Dramaturgie zu verleihen. Ins Wasser gefallen ist dabei noch keine Kamera. Stattdessen hat er geschätzte 60  000 Fotos gemacht. Wenn er bei einer Regatta 500 Fotos schießt, seien etwa 10 Prozent so gut, dass er sie ausstellen könnte, sagt er.

Ein Teil der Bilder ist nicht am Computer nachbearbeitet, ein anderer Teil dagegen sehr wohl. Für Hallstein kein Problem: „Die heutige mediale Sichtweise der Betrachter macht oft eine Nachbearbeitung von Schärfe oder Kontrast erforderlich. Das gehört heute einfach dazu. Schließlich sollen die Bilder nicht nur dokumentieren, sondern auch künstlerisch sein.“

Galeristin Maria Reichenberger gibt den Fotografen stets die Möglichkeit, sich kostenlos auf 45 Metern Galerieleiste zu präsentieren. „Das Ganze ist unentgeltlich“, sagt sie. „Die Künstler müssen nichts bezahlen. Das Gleiche gilt für ihren Büchertausch: Aus ihrem Bücherregal in der Galerie können sich Besucher ein Buch mitnehmen, wenn sie im Tausch eines dalassen – allerdings keine Keller- oder Dachbodenfunde. Am jeweils ersten Mittwoch eines Monats gibt es ab 18 Uhr einen offenen Gesprächskreis. Der nächste Abend findet am 7. Juni statt.

> fotomenta und Büchertausch, mittwochs bis freitags 15-18 Uhr, Tel. 0177-7405563, www.fotomenta.de

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