Nach 24 Jahren : Hafengebühren sollen angehoben werden

Die Liegegebühren im Hafen sollen teurer werden.
Die Liegegebühren im Hafen sollen teurer werden.

Die Gebühren im kommunalen Hafen der Stadt Eckernförde werden voraussichtlich teurer.

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01. Februar 2018, 06:15 Uhr

Eckernförde | Nach 24 Jahren soll jetzt erstmals die Hafenentgeltsatzung angepasst werden. Das hat der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzwesen einstimmig empfohlen. Sollte die Ratsversammlung zustimmen, tritt die neue Satzung rückwirkend zum 1. Januar in Kraft.

Die Betreibung des Hafens beschere den Stadtwerken ein jährliches Minus in Höhe von 100 000 Euro, erklärte Bürgermeister Jörg Sibbel in der Sitzung des Ausschusses. Mit der Anpassung der Gebühren solle dieses Minus verkleinert und einzelne Passagen, die teilweise noch aus den 50er-Jahren stammen, auf den neuesten Stand gebracht werden. „Wir können jedoch nicht einfach machen, was wir wollen.“ So dürfe eine Erhöhung nach dem Äquivalenzprinzip zum Beispiel nicht zu hoch ausfallen. Sibbel: „Durch die Mehreinnahmen wird das Defizit um 25 Prozent auf 75 000 Euro gesenkt. Das ist vertretbar.“

Neben dem Hafengeld sind von der Anpassung auch Schiffsliegegeld, Sportbootliegegeld, Kaigeld, Lagergeld und Brückendurchlassgeld betroffen. Fischereifahrzeuge der Haupterwerbsfischerei werden nicht mehr nach Bruttoregistertonnen, sondern nach Länge der Boote und Kutter berechnet.

Für Sportboote, zu denen Segel- und Motorfahrzeuge, Museums- und Kulturschiffe, Kähne, Jollen und sonstige nicht vermessene oder nicht geeichte Fahrzeuge gehören, wird ein Liegegeld nach der gebrauchten Fläche in Quadratmetern berechnet. Gleiches gilt für Nebenerwerbsfahrzeuge. Im Innenhafen soll das Liegegeld nach der neuen Satzung 31 statt 25 Cent je angefangene 24 Stunden, mindestens jedoch 6,39 Euro, betragen. Im Außenhafen beträgt es für jeden angefangenen Quadratmeter 63 Cent (vorher 50 Cent), mindestens jedoch 12,75 Euro.

Bei der bisherigen Bevorzugung der Traditionsschiffer soll es laut Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Steffens bleiben. Ihre Kostensteigerung soll in einem niedrigen dreistelligen Bereich liegen. Ausschussmitglied Siebert (Bürger-Forum) wies darauf hin, dass es früher mehr Traditionsschiffe in Eckernförde gegeben habe und fragte nach Maßnahmen, um diese nicht weiter zu verschrecken. Doch das, so Dietmar Steffens, sei über die Satzung nicht zu erreichen. Das Schicksal von Schiffen wie „Ninive“ und „Alte Liebe“ sei wegen ihres Alters und ihrer Nichtinstandsetzung sowie anderen Rahmenbedingungen zu erklären, nicht wegen der Entgeltsatzung.

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