Aalregatta : Hafenbühne besteht ersten Härtetest

Das Riesenrad bescherte den Fahrgästen eindrucksvolle Ausblicke über Eckernförde.
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Das Riesenrad bescherte den Fahrgästen eindrucksvolle Ausblicke über Eckernförde.

Die mit Spannung erwarteten Schallmessungen rund um die neue Bühne an der Hafenspitze geben laut Veranstalter keinen Anlass zur Beschwerde. Am Borbyer Ufer wurden niedrige Werte gemessen. Die vielen Besucher lobten den neuen Veranstaltungsplatz.

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10. Juni 2014, 06:40 Uhr

Eckernförde | Die spannendste Frage der Aalregatta 2014 lautete: Hält die neue Bühne im Apartementhaus an der Hafenspitze das, was sich die Planer von ihr versprechen? Nach dem ersten Härtetest fiel das Urteil eindeutig aus: Ja. Dieses Fazit zogen Touristikchef Stefan Borgmann und Veranstaltungsleiter Hans-Peter Möller, die das Geschehen von mehreren Standorten aus, unter anderem von einem Apartement in ersten Stock, zusammen mit dem Architekten Stefan Rimpf, verfolgten. Während der Platz vor der Bühne in Richtung Sportboothafen nach allen Regeln der Kunst von den beiden Bands „Goldplay“ und „Suntana“ beschallt wurde, blieb es am Borbyer Ufer und am Hang des Petersberg vergleichsweise ruhig. Was die Veranstalter besonders freute, weil sich dort in der Vergangenheit Anwohner über die Lärmbelästigung beschwert hatten. Die Schallmessungen würden nun keinen Grund mehr für Beschwerden bieten, erklärte Möller. Und selbst die Werte in der mit speziellen Schallschutzfenstern ausgestatteten Ferienwohnung (Schallschutzklasse 6) direkt über der Bühne hätten mit 60 Dezibel unter den erlaubten 70 Dezibel gelegen. Was viele der Gäste in den derzeit vermieteten 18 von 42 Wohnungen aber nicht daran hinderte, sich auf den Balkonen die „volle Dröhnung“ zu geben und das Event zu genießen. „Wir schreiben alle Mieter vorher an und weisen sie auf die Veranstaltungen hin“, sagte Touristikchef Borgmann, der dadurch nachträgliche Beschwerden vermeidet. Das am 1. Mai eingeweihte Apartementhaus an der Hafenspitze mit dem markanten Doppelsegel hat der Touristik seit Februar 175 Buchungen mit einem Umsatz von 160 000 Euro beschert.

Die neue Bühne an der Hafenspitze fällt erst auf den zweiten Blick ins Auge. Sie wirkt, gut eingebettet in den viel gelobten Baukörper, fast unscheinbar. Nach vorn aber in Richtung Sportboothafen entfaltet die Bühne ihre volle akustische Wirkung. Viele hundert Besucher bevölkerten am Sonnabend- und Sonntagabend den großzügigen, neuen, von Getränkeständen eingerahmten Veranstaltungsplatz mit einzigartigem Blick auf den Hafen, die Schiffe und die Bucht. „Eine traumhafte Kulisse“, schwärmte Borgmann, der sich auch über den enormen Andrang beim Tag der offenen Tür am Sonnabend im Apartementhaus freute. „Die rund 400 Besucher waren sehr angetan“, sagte er.

Das waren die vielen Aalregatta-Besucher auch von den Auftritten von „Goldplay“ und „Suntana“, die den berühmten Originalen „Coldplay“ und „Santana“ teilweise sehr nahe kamen und für eine großartige Stimmung sorgten. Und diese übertrug sich auf die bunte, mit Fahrgeschäften, Verzehr- und Aktionsständen gespickte Hafenmeile. Als belebend erwiesen sich die Aktionskünstler, Porträtzeichner und die spontan auftretenden, jungen Artistinnen. Ella Chekerov (11) und Alina Grimbo (13) vom Bremer Voltigierverein „Schimmelreiter“ zeigten unermüdlich Hebefiguren, schlugen Räder und sprangen in den Spagat. Den Gästen gefiel’s, im Hut sammelten sich viele Münzen. Die beiden Mädchen sind seit mehreren Jahren aktive Voltigierreiterinnen und es gewohnt, ihre akrobatischen Figuren auf einem trabenden Pferderücken auszuüben. „Voltigieren ist sehr vielseitig. Ich sage immer, von der Muckibude bis zum Ballett ist alles dabei“, erklärt Alina ihren Sport, der sehr viel Kraft und Körperbeherrschung erfordert. „Wir haben das schon am Strand gemacht, die Leute haben zugeguckt und fanden es toll“, sagte die junge Bremerin.

Wieder einmal ein besonderes Erlebnis war der Anblick der über 100 Segelyachten, die im Hafen dicht an dicht in Päckchen vertäut lagen. Die Crews ließen die Aalregatta entweder an Bord oder auf der Hafenmeile ausklingen.

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