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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 22:03 Uhr

Härtetest macht seinem Namen alle Ehre

vom

Eckernförder Ruderclub und Gäste bezwingen 80 Kilometer Wegstrecke

eckernförde | Erschöpft aber stolz auf ihre Leistungen trafen die Teilnehmer des Ruder-Härtetestes am Sonnabendnachmittag in der Eckernförder Bucht ein. Einige der insgesamt 44 Sportler zeigten deutlich, dass 80 Kilometer Ruderstrecke dem Körper viel abverlangen: Müde und mit Blasen an den Händen zogen sie als letzten Willensakt ihre Boote aus dem Wasser, befreiten sie vom Salz und freuten sich nur noch auf eines: das Grillen am Abend.

Der Eckernförder Ruderclub veranstaltet den Härtetest in jedem Jahr. Neben der Erkundung eines reizvollen Wassersportreviers geht es bei diesem Test auch darum, an seine Grenzen zu gehen. Doch die Wegstrecke vollständig bezwingen, das funktioniert nicht immer. "Wir mussten in einigen Jahren auch schon nach der Hälfte abbrechen", erklärte Jürgen Marquardsen, 1. Vorsitzender des Vereins. Vor allem schlechtes Wetter mit viel Wind macht das Rudern oftmals unmöglich. "Auch in diesem Jahr stand die Weiterfahrt bereits auf der Kippe."

Nach dem Startschuss in Schleswig gingen um 6 Uhr 13 Boote zu Wasser. Die Ruderer fuhren die Schlei entlang Richtung Kappeln, bewunderten die schöne Landschaft. Doch bereits bei Arnis zogen dunkle Wolken auf. Der Wind wurde stärker. Zwei Teams mit einem Vierer und einem Einer hatten bereits die Fahrzeuge für den Abtransport der Boote bestellt. "Das Wetter war viel zu schlecht, der Wind zu stark", erinnert sich Marquardsen. Der Härtetest hat seinen Namen nicht von irgendwoher. "Wir haben uns dennoch entschieden weiterzumachen."

Mit sechs Mitstreitern weniger wurde die Fahrt wieder aufgenommen, die Zähne zusammengebissen. Es ging über die Schleimündung in die Ostsee und entlang der Küste Richtung Eckernförde. Das Team aus Bad Schwartau erreichte mit ihrem Zweier um 15.45 Uhr nach fast zehn Stunden Fahrtzeit als erstes den Zielstrand. Ihnen folgten (nicht in der einlaufenden Reihenfolge): ARV-Alania Hamburg, Rudervereinigung Kappeln, Bremerhavener RV, Erster Kieler Ruderclub, Rudergesellschaft Germania Kiel, Elmshorner Ruder-Club, Karlsruher Rheinklub Alemannia, ein Boot mit Gästen vom Ruder Club Biggesee aus Stuttgart und natürlich die Boote des Eckernförder Ruderclubs.

Kaum war das letzte Team eingelaufen, brach der Regen über Eckernförde herein. "Glück für uns", freute sich Marquardsen. Trotz aller Strapazen wird es auch im kommenden Jahr einen Härtetest geben, dann hoffentlich ohne Ausfälle.

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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