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Genossenschaftliches Wohnungsunternehmen : GWU weiter auf Wachstumskurs

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

2,8 Millionen Euro Jahresüberschuss für 2016 / Investitionen in Neubauten in Eckernförde, Gettorf, Kiel und Kronshagen.

Eckernförde | Lebensversicherungen kürzen die Verzinsung, Banken kappen die Rendite, Unternehmen schütten weniger Gewinnbeteiligungen aus. Nicht so das Genossenschaftliche Wohnungsunternehmen (GWU) Eckernförde: Nach wie vor zahlt es seinen Mitgliedern 4 Prozent Rendite aus.

Es läuft ja auch gut, das Jahr 2016 bezeichnet der geschäftsführende Vorstand Dr. Stephan Seliger als „sehr erfolgreich“. Er stellte jetzt den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 vor. Bei einer Bilanzsumme von 96,9 Millionen Euro (2015: 88,6 Millionen Euro) weist das GWU demnach einen Jahresüberschuss von 2,8 Millionen Euro aus. Im Jahr zuvor war es etwa eine Million Euro. „Unsere Strategie, die Gewinne in den nachfrageorientierten Neubau beziehungsweise in den gezielten Ankauf von Wohnungen zu investieren, hat sich auch 2016 bewährt“, sagt Stephan Seliger. „Die Nachfrage nach modernem Wohnraum im niedrigen und mittleren Preissegment ist ungebrochen hoch – das gilt sowohl für die Region Eckernförde als auch für die Stadt Kiel.“

Vor zehn Jahren zählte das Unternehmen noch 2500 Wohneinheiten. Durch den Verkauf seiner Reihenhäuser an vornehmlich langjährige Mitglieder sowie weitere Abrisse und Verkäufe ist der Bestand zwischenzeitlich auf 2100 gesunken, jetzt beträgt er wieder 2421. Davon unterliegen 746 Wohnungen einer Sozialbindung mit günstigen Mieten. Damit ist das GWU weiterhin der mit Abstand größte Vermieter in Eckernförde. „Etwa ein Viertel der Bevölkerung Eckernfördes wohnt in einem GWU-Gebäude“, sagt Stephan Seliger. Die durchschnittliche Größe der Wohnungen beträgt 60 Quadratmeter, der Quadratmeterpreis liegt im Schnitt bei 5,69 Euro (2015: 5,59 Euro). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Mieterhöhungen durch Neuvermietungen. Das GWU liegt damit unter dem Mietdurchschnitt des Landes von 6,84 Euro pro Quadratmeter.

Doch das GWU hat seit zwei Jahren nicht mehr nur Eckernförde im Blick, sondern baut auch in Kiel, Kronshagen und Gettorf. Für das Bauprojekt von 155 Wohnungen im Kieler Anscharpark haben sich vier Genossenschaften zusammengetan, das GWU ist mit 28 Wohnungen dabei. „Wir wollen bewusst in unterschiedlichen Wirtschaftsregionen tätig sein“, sagt Seliger. Wirtschaftsschwankungen könnten so besser ausgeglichen werden.

Auch neu gekauft hat das Unternehmen. Dadurch und durch Neubauten sind ist das Unternehmen im Jahr 2016 um 41 Wohneinheiten gewachsen, bis Ende 2018 werden voraussichtlich weitere 300 Wohneinheiten in den Bestand des GWU übergehen.

Das für Eckernförde wohl größte und wichtigste GWU-Projekt ist zurzeit die Baustelle auf dem Gelände des ehemaligen Bauschul-Campus im Lorenz-von-Stein-Ring. Hier entstehen in den kommenden Jahren 91 Wohnungen in drei Bauabschnitten. Das unter Denkmalschutz stehende H-Gebäude ist nahezu fertig. Dort wird zum 1. September die Verwaltung des GWU einziehen und ihren Standort im Saxtorfer Weg 6 aufgeben. 15 Wohnungen in dem Gebäude sind schon vermietet. Zusätzlich wird die Diakonie dort unter anderem mit einer Wohngemeinschaft für ältere Menschen unterkommen. In der Schleswiger Straße und im Eichborn will das Unternehmen ab 2018 neu bauen.

Auch für die 2015 als 100-prozentige Tochtergesellschaft gegründete „GWU-Energiemanagement und Services GmbH“ kann Seliger Positives vermelden. In ihr sollen Handwerker fest angestellt werden, die Arbeiten im GWU-Bestand erledigen. Fünf Maler und ein Fliesenleger sind schon angestellt „Langfristig streben wir an, einen Großteil der kurzfristig notwendigen Reparaturen mit betriebseigenem Personal abzubilden, sodass wir noch schneller und mit einheitlicher Qualität agieren können.“

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erstellt am 01.Jul.2017 | 05:46 Uhr

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