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Abriss : GWU setzt auf modernen und bezahlbaren Wohnraum

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mehrere Altbauten des GWU werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Ganz frisch: das Wohnhaus an der Schleswiger Straße, Ecke Holweg. Die Wohnungen in den geplanten Neubauten im Flachdach-Look erfreuen sich einer großen Nachfrage.

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erstellt am 22.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Das seit Monaten leerstehende Wohnhaus in der Schleswiger Straße / Ecke Holweg ist Geschichte. In den vergangenen Tagen hat der Abbruchbagger den markanten, grau verputzten Bau Stück für Stück abgebrochen. Derzeit stehen nur noch Fragmente. Das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen (GWU) als Besitzer der Immobilie hat sich zum Abbruch entschlossen, weil sich trotz hoher Investitionskosten kein akzeptabler Standard hinsichtlich der Schall- und Wärmedämmung, der technischen wie energetischen Erfordernisse wie auch der Wohnungszuschnitte erzielen lassen würde, sagte GWU-Geschäftsführer Stephan Seliger auf EZ-Anfrage. „In so einem Fall muss der Abriss des Gebäudes und ein Neubau in Erwägung gezogen werden.“

Im Zuge laufender Modernisierungen tauche immer wieder die Frage auf, ob diese mit dem erklärten Ziel des genossenschaftlichen Wohnungsunternehmens, bezahlbaren Wohnraum auch für Bezieher unterer Einkommen bereitzustellen, vereinbar sei. Das GWU fühle sich dieser gesellschaftlichen Herausforderung nach wie vor verpflichtet. Seliger: „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, die Gebäude in der Schleswiger Straße/ Ecke Holweg, Schleswiger Straße 56 und Rendsburger Straße/ Ecke Brennofenweg, um nur drei Beispiele zu benennen, abzureißen und auf den Grundstücken Neubauten zu erstellen.“ Natürlich stoße das nicht auf ungeteilte Zustimmung, die Kosten für Umbau und Sanierung lägen jedoch weit über denen eines Neubaus. Wenn man höhere Mieten vermeiden wolle, sei die Entscheidung zum Abriss zwangsläufig.

Während es für das Gebäude in der Schleswiger Straße/Ecke Hohlweg noch keine konkreten Baupläne gibt, werden in der Rendsburger Straße 61 / Ecke Brennofenweg im Verlauf des nächsten Jahres 13 Wohneinheiten zwischen 55 und 87 Quadratmeter entstehen. Es handelt sich dabei hauptsächlich um 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen. Die ebenerdigen Wohnungen sollen barrierearm ausgeführt werden und Senioren die Möglichkeit bieten, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu verweilen. Eine ähnliche Struktur wird auch im Wulfsteert angestrebt. Dort entstehen vorwiegend 1,5- bis 2-Zimmer-Wohnungen, die sich auf zwei Gebäude verteilen. Die Bauarbeiten haben Anfang Oktober begonnen. In beiden Objekten soll der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden.

Die hohe Nachfrage nach modernem Wohnraum bestätigt Seliger in seinem Kurs. Für die bisher nur geplanten Projekten lägen schon etliche Vormerkungen und schriftliche Anfragen vor. Der angestrebte Mieter-Mix entspreche dabei der sozialen Wohnraumförderung Schleswig-Holsteins: Es entstehen geförderte sowie frei finanzierte Wohnungen zwischen 5,20 und 8 Euro pro Quadratmeter.

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