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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 17:49 Uhr

TÜv–bericht : Gute Noten unter der Hebebühne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

TÜV-Nord-Statistik: Erhebliche Mängel bei etwa jedem dritten Auto / Licht und Elektrik liegen in der Statistik weit vorne

von
erstellt am 11.Nov.2014 | 06:03 Uhr

Die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln geht erstmals zurück, die der ohne Mängel beim TÜV-Besuch steigt weiter. Insgesamt 51,2 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an den TÜV-Stationen im Kreis Rendsburg-Eckernförde von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des TÜV-Nord. Allerdings: Bei immerhin 37,0 Prozent der Fahrzeuge wurden erhebliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, damit sie nicht zu einem Risiko im Straßenverkehr werden konnten. Schließlich wurden bei 11,7 Prozent geringe Mängel festgestellt, die ebenfalls schleunigst behoben werden mussten. Als völlig verkehrsunsicher wurden 0,1 Prozent der Fahrzeuge eingestuft. Und noch zwei Zahlen aus der TÜV-Statistik: Der durchschnittliche Pkw, der hier an den TÜV-Stationen geprüft wurde, war 9,5 Jahre alt und hatte mehr als 119 000 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho.

„Die Hersteller bauen eigentlich gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch gänzlich ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können“, sagt Ralf Tilly, Leiter der TÜV-Station in Eckernförde. Wenn sich die Autofahrer ein wenig mehr um Wartung und Pflege des Fahrzeugs kümmerten und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen würden, sei das positiv für die Sicherheit auf den Straßen. Auch der kurze Check zum Beispiel der
Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt sollte zur Regel werden. Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeige die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. „Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist“, betont Tilly. Oftmals würden bei der HU sogar mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Aber: die Mängelquote in diesem Bereich ist auch in diesem Jahr wieder zurückgegangen. Von 30,7 auf 29,9 Mängel pro 100 geprüfter Fahrzeuge. Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober auch vom TÜV angeboten werde, zeigt Wirkung. Die häufigsten Defekte bestätigen diese These: Licht und Elektrik liegen in der Statistik weit vorne, gefolgt von Fehlern an Bremsen, Abgasanlage, Achsen und Rädern/Reifen.

Je älter die Fahrzeuge werden, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine TÜV-Plakette bekommen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als verschleiß- und damit mängelursächlich anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei immerhin 50 749 km und bei den Elfjährigen bei 133 255 Kilometern auf dem Tacho.

Ob ein TÜV-Besuch ansteht, ist an der Farbe der Plakette gut zu erkennen. Wer noch mit einer blauen TÜV-Plakette unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der Plaketten auf Gelb. Dann ist erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Nach spätesten zwei Monaten ist ein Bußgeld fällig und später kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.


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