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Arbeitslosenzahlen : Gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Arbeitsmarkt hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt, und auch für 2016 sind die Aussichten gut. Die Agentur für Arbeit in Eckernförde verzeichnet die niedrigste Januar-Arbeitslosenquote seit 18 Jahren.

Eckernförde | Die Agentur für Arbeit Neumünster hat im Januar für den Geschäftsstellenbezirk Eckernförde die niedrigste Zahl an Arbeitslosen in einem Januar seit 18 Jahren verzeichnet. Die Arbeitslosenquote stieg zwar von 5,2 Prozent im Dezember auf 5,6 Prozent im Januar. Der Anstieg ist jedoch ein jährlich wiederkehrendes Phänomen, das auf die wetterbedingten Freistellungen im Handwerk zurückzuführen ist. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 6 Prozent. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt sie derzeit bei 5,5 Prozent, in ganz Schleswig-Holstein bei 7 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt in der Region Eckernförde hat sich im vergangenen Jahr erfreulich entwickelt“, sagte Michaela Bagger, die neue Leiterin der Agentur für Arbeit Neumünster, bei einem Rückblick auf die Eckernförder Zahlen. „Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesunken. So ging die Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent in 2014 auf 5,2 Prozent zurück.“ 2015 sei ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt gewesen. „Und ich bin im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Beschäftigungszahlen optimistisch für 2016.“ Allerdings rechne sie ab Mitte des Jahres mit einer steigenden Zahl an Arbeitslosen, da sich mehr erwerbsfähige Flüchtlinge arbeitslos melden würden.

Im Jahresdurchschnitt 2015 waren mit 1702 Personen 10 Prozent weniger in Eckernförde arbeitslos gemeldet als im Vorjahr. „Das Risiko, arbeitslos zu werden, nahm 2015 weiter ab“, sagt Michaela Bagger. „Gleichzeitig haben sich die Chancen für Arbeitslose, kurzfristig wieder eine Beschäftigung zu finden, leicht verschlechtert.“

Umso erfreulicher ist die Entwicklung der Zahl der Langzeitarbeitslosen. Sie sank im Jahresdurchschnitt 2015 um 11,5 Prozent von 684 auf 605 Personen. Die Zahl der älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre verringerte sich um 9,9 Prozent von 743 auf 670. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren entwickelte sich mit einem Rückgang um 23,3 Prozent von 196 auf 150 ebenfalls positiv. Einen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen gab es in der Personengruppe der Ausländer um 12,2 Prozent von 96 auf 107.

Michaela Bagger: „Die Konjunkturprognosen für das laufende Jahr fallen überwiegend optimistisch aus. Gleichzeitig stehen wir vor den großen Herausforderungen des knapper werdenden Fachkräfteangebots und der beruflichen Integration von benachteiligten Menschen.“ Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt werde in der Regel nicht kurzfristig gelingen. Sprachliche und berufliche Qualifizierung stünden für diese Menschen an erster Stelle. „Das nimmt Zeit in Anspruch und löst nicht einen akuten Fachkräftebedarf. Hier sehe ich kurzfristig eher gute Chancen für andere Personengruppen. Ich wünsche mir, dass die Unternehmen mehr langzeitarbeitslosen, älteren oder behinderten Menschen eine Chance geben und auch einem Jugendlichen ohne Top-Schulabschluss eine Ausbildung ermöglichen. Unsere Unterstützung ist ihnen sicher.“

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erstellt am 03.Feb.2016 | 05:15 Uhr

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