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Hafen : Gutbürgerliche Küche statt Fischbistro

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Alexander May eröffnet kein Fischlokal am Hafen: „Gesetzliche Auflagen und Bestimmungen zu hoch.“

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 06:27 Uhr

Eckernförde | Lange hatte Alexander May geplant, ein Fischbistro im Neubau an der Hafenspitze zu eröffnen, doch daraus wird jetzt nichts mehr. „Wir sind raus“, sagt er. „Die gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen waren zu hoch.“

Dabei hatten er und Geschäftspartner Daniel Lehrmann ihren Auftritt lange geplant. Zunächst wollten sie im August 2015 eröffnen, dann im Frühjahr und Herbst 2016, zuletzt am 1. April dieses Jahres. Doch immer mehr Auflagen seien hinzugekommen, sagt Alexander May, der mit Daniel Lehrmann neben den beiden Fischbrötchen-Buden „Mehrfisch“ auch das Café Adele am Hafen betreibt. Brandschutz und barrierefreie Toiletten, Fluchtwege und eine Zwangsentlüftung für die Tiefgarage – „Wir haben mit 30 Innen- und 60 Außenplätzen kalkuliert“, sagt May. „Am Ende war gerade noch Platz für fünf Innenplätze übrig. Das rechnet sich nicht.“ Sein Fazit: „Wir verwalten uns in Deutschland zu Tode.“ Dabei räumt er selbst Fehler ein: „Ich hätte gleich die ganze Fläche mieten sollen.“ Das sei ihm von von der Immobilienfirma Penta Nord angeboten worden. Stattdessen entschied er sich für 140 Quadratmeter, die anderen 70 Quadratmeter hat die Bäckerei Makoben gemietet.

„Die Kunden sind natürlich superenttäuscht“, so May. Immer wieder haben sie nachgefragt, wann es denn endlich mit dem Fischrestaurant losgeht. Jetzt bleibt es bei den beiden Buden – zumindest für diesen Sommer. Wie es danach weitergeht, kann noch niemand sagen. Nur, dass Alexander May an seinem Vorhaben eines eigenen Fischrestaurants festhält. Er sucht weiterhin nach einer geeigneten Immobilie in guter Lage.

Die Immobilie am Hafen soll jedoch nicht lange leer bleiben: Nach Auskunft von Penta-Geschäftsführer Kai Schurkemeyer hat sich schon ein neuer Mieter gefunden: „Es wird ein Restaurant der gehobenen Klasse mit regionaler Küche dort einziehen.“ Doch zunächst müsse umgebaut werden, da die Gestaltung mit großer Küche auf die Bedürfnisse eines Fischrestaurants mit Außer-Haus-Gastronomie ausgerichtet seien. „Ich schätze, dass das neue Restaurant im Juli eröffnen kann“, so Schurkemeyer. Vorausgesetzt, die Geschichte wiederholt sich nicht.

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