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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 15:24 Uhr

Konzert : Gut gestimmt: Die zwölf Tenöre

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die internationale Gesangsgruppe „The 12 Tenors“ bot ein abwechslungsreiches Programm in der Stadthalle.

Eckernförde | Zwölf Tenöre auf Reisen: Nach weltweiten Auftritten zum Beispiel in China, Japan, Italien und Polen sieht die Tournee in Deutschland nun knapp 90 Auftritte in gut einem Jahr vor. Am Dienstag erwartete – so zwischen Rüsselsheim und Osnabrück – die Eckernförder Stadthalle das volle Dutzend bester Tenorstimmen. Ein Event der Extraklasse lief da vor leider nur halb gefülltem Saal ab – mit viel Beleuchtungstechnik, kleinem Live-Orchester (Keyboard, Piano, Percussion) und überraschend abwechslungsreicher Bühnenpräsenz.

Zwölf zum großen Teil sehr jugendliche Männer, stets im gleichen Outfit, sehr beweglich und oft in feinstem Tanzrythmus, bei bester Stimme und sehr bühnenerfahren, bestritten ein Programm, das kaum Wünsche übrig ließ.

Die Herkunft der jungen Stimmgewaltigen ist ganz international; sie kommen aus England, Wales, Schottland, Deutschland, Polen, den Niederlanden und von Mauritius. Alle sehen auf eine gesangliche, musikalische Ausbildung, dazu auf zahlreiche Musical- und Opern- / Operettenaufführungen zurück. Zwölf Profis mit ausgeprägter Sprachbegabung, die in aller Selbstverständlichkeit ihr Programm in Englisch, Latein, Deutsch, Italienisch, Französisch und sogar auf Russisch präsentieren. Strahlen, agieren, singen – das war eins.

Manch einer mag sich während des Abends gefragt haben, wofür bei diesen kraftvollen und beeindruckenden Stimmen die ganz große Lautsprecheranlage vonnöten war, was mit diesen vielen Mikros und Lautsprecherboxen überhaupt an Wirkung gesteigert werden konnte. Zwölf Profi-Tenöre, die aus voller Brust und mit Instrumentalbegleitung mit Orffs „O fortuna“ das Konzert eröffneten, waren mit ihrer Lautstärke nicht für die eher sensiblen Zuhörer geeignet. Dennoch waren auch die leisen und sanften Töne angesagt – ein buntes Medley aus heftig Rhythmischem und verträumt Zartem schloss viele Musikstile ein, balancierte gekonnt zwischen Rock, Pop, Classic und Traditionals.

Und die Eckernförder Gäste? Sie saßen zunächst in ihren Stühlen, waren etwas distanziert, und die gut gemeinte Aufmunterung, doch bei „Delilah“ mitzuschunkeln, fiel nicht auf so fruchtbaren Boden. In die Pause entlassen mit einem: „The more you drink, the better we sound“, war im zweiten Teil des Abends das Eis gebrochen. Man klatschte mit, und alle gut gemeinten Verbaleinlagen wurden mit Humor, Gelächter und viel Akzeptanz begrüßt. Allen voran der nonstop ins Publikum flirtende Alexander Herzog aus Nürnberg, Sunnyboy und leichtfüßiges Schwergewicht. Er hatte die Lacher auf seiner Seite. Bond- und Queen-Medleys, dazwischen „Nessun dorma“, „O sole mio“, Kalinka und Solveigs Lied, das gefiel. Ein angedeuteter Männerstrip zum Schluss erst recht.

 


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erstellt am 27.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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