Neue Fahrzeuge : Gut gerüstet im Katastrophenfall

Geben den Führungskraftwagen ein neues Zuhause: Gerrit Hilburger, Gemeindewehrführer Rendsburg (links) und Andreas Hoffmann, Gemeindewehrführer aus Borgstedt.
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Geben den Führungskraftwagen ein neues Zuhause: Gerrit Hilburger, Gemeindewehrführer Rendsburg (links) und Andreas Hoffmann, Gemeindewehrführer aus Borgstedt.

Feuerwehren aus Rendsburg und Borgstedt erhalten Mehrzweckfahrzeuge / Kreis investiert mehr als 130 000 Euro

shz.de von
19. Januar 2018, 06:07 Uhr

Wenn der Rhein über die Ufer tritt oder ein Deich in Niedersachsen bricht können die dortigen Feuerwehren auf Unterstützung aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde bauen. Der Kreis übergab jetzt zwei Mehrzweckfahrzeuge an die Wehren aus Rendsburg und Borgstedt. Die Kameraden können die Führungskraftwagen für gemeindeeigene Einsätze benutzen, sie stehen aber auch der ersten und zweiten Bereitschaft vom Kreisfeuerwehrverband zur Verfügung, die bundesweit in Katastrophenlagen eingreifen.

Rund 130 400 Euro ließ sich der Kreis die Wagen kosten. Sie gehören zu einer Reihe von Anschaffungen, die der ersten und zweiten Bereitschaft in Rendsburg-Eckernförde zu Gute kommen. Die beiden Gruppen bestehen jeweils aus drei Zügen, jedem Zug soll bis 2019 eines der hochmodernen Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Drei Wagen sind bereits verteilt, einer steht nun noch aus. „Im Moment agieren wir da noch mit einem alten T3 Baujahr 1983“, sagte Mathias Schütte, Kreiswehrführer. Der Bus war zuletzt den Kronshagener Kameraden geliehen worden, die durch ein Feuer mehrere Fahrzeuge verloren hatten.

Die neuen Führungskraftwagen, unter anderem ausgestattet mit Laptop und Digitalfunk, können zum einen von den Rendsburger und Borgstedter Blauröcken für örtliche Einsätze eingesetzt werden. Ruft das Land den Kreis Rendsburg-Eckernförde im Katastrophenfall zu Hilfe, müssen die Wagen aber an die erste und zweite Bereitschaft abgetreten werden. Die Gruppen bestehen jeweils aus rund 100 Feuerwehrleuten, die sich bereit erklärt haben auch außerhalb der Landesgrenzen im Einsatz zu sein. Sie kommen aus allen Wehren des Kreises. „Wichtig ist dabei, dass gesichert ist, dass sie im Ernstfall mindestens sieben Tage am Stück bei einem Einsatz unterstützen können“, so Schütte. „Und wir haben natürlich darauf geachtet, dass im Fall der Fälle keine Wehr alle ihre Leute wegschickt.“ Im Ernstfall trifft sich die erste Wehr samt Führungsfahrzeug, Löschfahrzeugen und Rüstwagen in Büdelsdorf, die zweite Bereitschaft in Nortorf. Und das innerhalb von höchstens eineinhalb Stunden. Die Wehren aus Rendsburg und Borgstedt hatten sich um die neuen Einsatzfahrzeuge beworben. „Prämisse ist, dass ein Stellplatz vorhanden ist und es in der Wehr einen gibt, der den Wagen fahren darf“, so Schütte.

„Wir sind dankbar, dass sich Wehren gefunden haben, um die Fahrzeuge zu beherbergen.“ Ein Stellplatz könne schon einmal um die 100 000 Euro kosten. Alles in allem sei das Geschäft mit den Katastrophenschutzfahrzeugen aber eine Win-Win-Situation. „Die Wehren bekommen einen komplett ausgestatteten Wagen auf Kosten des Kreises und der Kreisfeuerwehrverband hat einen Platz für die Notfallfahrzeuge gefunden.“

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