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Aktiv-Region : Gut gerüstet für neue Förderperiode

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auf der Regionalkonferenz der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand sammelten die Teilnehmer fleißig Zukunftsideen

Erste Weichen wurden gestellt, grobe Rahmen abgesteckt: Auf Einladung der Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand trafen sich am Freitag fast 60 Funktionsträger aus dem Gebiet von Eckernförde über die Amtsbereiche Hüttener Berge, Dänischer Wohld, Dänischenhagen bis nach Altenholz in Gettorf im Hotel Stadt Hamburg zum Auftakt der neuen Förderperiode zu einer Regionalkonferenz.

In den vergangenen fünf Jahren wurden mit rund 3,2 Millionen Euro an Fördermitteln insgesamt 63 Projekte im Gesamtvolumen von über zehn Millionen Euro, kofinanziert von den Gemeinden, verwirklicht. Bis 2020 stehen nun erneut rund drei Millionen Euro bereit. EU und Land erhoffen sich damit, die Folgen des demografischen Wandels zu mildern, gute Lebensbedingungen und sichere Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen, Klimaschutz und nachhaltige Energiewirtschaft.

An möglichen neuen Handlungsfeldern nennt das MELUR (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) Klimaschutz, Energiewende, nachhaltige Daseinsvorsorge, Bildung, Wachstum und Innovation. „Es sind gute Ergebnisse herausgekommen, mit denen wir einen großen Schritt nach vorne machen können“, fasste Regionalmanager Dr. Dieter Kuhn vom Institut AgendaRegio aus Eckernförde, der die Veranstaltung moderierte, abschließend zusammen. Er lobte die gute und engagierte Mitarbeit der Teilnehmer. Die hatten zuvor fast vier Stunden Vorträgen gelauscht, in Arbeitskreisen diskutiert, wo Potenziale liegen, welche Projekte es schon gibt und was gefördert werden sollte.

Im Handlungsfeld Daseinsvorsorge könnte die von allen gewünschte Eigenständigkeit durch mehr Gemeinschaft, mehr Ärzte, Betreuung und Pflege aber auch Anlaufstellen wie Jugend- und Seniorentreffs gesichert werden. Neue Wohnformen wie Seniorenwohngemeinschaften würden Perspektiven geben zu bleiben. Um Ortsidentitäten zu erhalten, sollte das Ehrenamt gestärkt, mehr Dorffeste gefeiert, Naturerlebnisse geschaffen und der Jugend mit Freizeitaktivitäten Anreize gegeben werden, zu bleiben.

Im Handlungsfeld Wachstum und Innovation sollte der Absatz regionaler Produkte gefördert, Anbieter vernetzt, mehr barrierefreier Natur- und Kulturtourismus entwickelt, Slow- und Aktivtourismus angeboten und neue touristische Infrastruktur wie eine App für touristische Angebote entwickelt werden. Jungen Unternehmern könnten ältere beratend zur Seite stehen.

Eine unabhängige Energieberatung in der Region war eine der Ideen des Arbeitskreises rund um das Thema Klimawandel und Energie. Man könnte funktionierende Modelle bekannter machen, Fahrzeuge gemeinsam nutzen und Klimabewusstsein nach außen tragen, um zur Modellregion zu werden.

Um den regionalen Fachkräftemangel zu beheben, könnten, so die Vorstellung der Arbeitskreisteilnehmer, Migranten beraten und fortgebildet werden. Im Vorschulbereich sollte Mehrsprachigkeit, Lesekompetenz, Musik, Kunst und Sport gefördert werden. Schulen sollten nicht aufgegeben, sondern als Bildungszentrum für alle gefördert werden. Um außerschulische Lernorte zu vernetzen und zu entwickeln, könnten mehr Natur- und Landschaftsführer ausgebildet und Migranten sprachlich gefördert werden.

„Es war eine sehr schöne Auftaktveranstaltung mit vielen interessanten Beiträgen und Ideen“, zog der Vorsitzende der AktivRegion Matthias Meins eine durchweg positive Bilanz. Erfreulich sei auch die rege Beteiligung. „Das macht Mut und Lust auf die neue Förderperiode und ist gut, um das Bewusstsein zu wecken.“ Im Juni und Juli wollen sich die vier Arbeitskreise erneut treffen, um diese ersten Ideen zu konkretisieren.

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erstellt am 19.Mai.2014 | 06:49 Uhr

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