Was macht eigentlich ...? : Gut angekommen im großen Team

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Dr. Ursula Dinse ging mit der Gründung der Förde-VHS von Altenholz nach Kiel und organisiert dort 250 Kurse pro Semester

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12. Juli 2014, 06:00 Uhr

In der Serie „Was macht eigentlich ... ?“ besuchen wir Personen, die früher im Dänischen Wohld gewirkt haben und berichten in loser Folge, wie sich ihr Leben an anderer Stelle verändert hat. Heute: Dr. Ursula Dinse.

In der Muhliusstraße nur wenige Gehminuten von der Kieler Innenstadt und dem Dreiecksplatz entfernt hat die Historikerin ihr Büro unter dem Dach der Förde-Volkshochschule. Nach fast elf Jahren an der Spitze der VHS Altenholz wechselte sie im Januar 2012 dorthin, nachdem die Weiterbildungseinrichtung der Gemeinde mit der Förde VHS fusionierte. „Ich habe mich hier sehr schnell eingelebt und zuhause gefühlt“, sagt die 52-Jährige, die in Kiel den Bereich Gesellschaft und kulturelles Leben verantwortet. Die kleinen Strukturen in Altenholz seien angenehm gewesen, doch habe sie es schätzen gelernt, wenn die Dinge auf mehrere Schultern verteilt werden können und der einzelne so entlastet ist. „Es ist schön, im großen Team zu arbeiten, wo alle im gleichen Thema sind“, sagt Dinse weiter. Als Quereinsteiger in die Verwaltung sei sie in Altenholz völlig unbeleckt gewesen. Die dort gesammelte Erfahrung habe ihr an ihrer neuen Wirkungsstätte schon geholfen.

Der Kontakt in das frühere Arbeitsumfeld besteht nach wie vor. Zwar hat sie die Mitarbeit im Kulturkreis aufgeben müssen, im Städtepartnerschaftskomitee ist Dinse jedoch noch Mitglied. Für Reisen nach Chateau Renard fehle die Zeit, aber wenn die französischen Freunde in Altenholz sind, versuche sie, bei einem der Programmpunkte dabei zu sein. Die Arbeitszeit sei in der Förde VHS geregelter, die Arbeit an sich aber nicht weniger. Im Gegenteil. 250 Kurse gilt es für ihren Fachbereich pro Semester zu organisieren – insgesamt macht die Förde VHS 1200 Angebote. Dabei gilt es, möglichst alle Zielgruppen zu erreichen. Wenn ein neues Semester beginnt, ist der Entwurf für das nächste längst in Arbeit. „Nach der Planung ist vor der Planung“, sagt Dinse und lacht.

Entgegen der Befürchtungen seien durch die Fusion keine Kurse verloren gegangen. Vielmehr seien neue hinzugekommen. „Mit der Förde VHS haben wir die Möglichkeit, neue Themen nach Altenholz zu transportieren“, erklärt Dinse und nennt als Beispiel den Trainingskursus für linkshändige Kinder oder den Gesangsabend Let’s sing together. „Wir sind thematisch so breit aufgestellt, es gibt kaum etwas, das wir nicht machen“, so die Bereichsleiterin weiter. Die Anmeldungen zeigten, dass das auch angenommen wird. Dinse: „Die Durchmischung der Teilnehmer ist größer. Kieler fahren für einen Kursus nach Altenholz und umgekehrt.“

Dass sie im Rathaus am Ostpreußenplatz vermisst wird, bekommt Dinse ab und zu zu hören und freut sich. Auch vermisse mancher die Möglichkeit der persönlichen Anmeldung verbunden mit einem Klönschnack. „Aber die Klagen werden weniger, das ist auch eine Frage der Gewohnheit“, ist Dinse überzeugt.

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