Neujahrsempfang in Ascheffel : Günther Petersen kündigt Abschied an

Bürgermeister Günther Petersen (2.v.r.) dankte Olaf Thurley (l.), Thomas Nolde und Antje Greve für ihre Engagement.
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Bürgermeister Günther Petersen (2.v.r.) dankte Olaf Thurley (l.), Thomas Nolde und Antje Greve für ihre Engagement.

Rund 100 Gäste beim Neujahrsempfang in Ascheffel / Ehrungen für verdiente Bürger / Bürgermeister will im April von seinem Amt zurücktreten

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13. Januar 2015, 06:46 Uhr

Ascheffel | „Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man nicht bauen“. Mit dieser Maxime begrüßte Bürgermeister Günther Petersen am Sonntagvormittag knapp 100 Bürger im Gemeindezentrum am Schulberg zum Neujahrsempfang der Gemeinde, um einen Rückblick auf 2014 und einen Ausblick auf 2015 zu geben. Eine wichtige Personalie verriet Petersen aber erst in seinem Schlusswort: Im April wird der Bürgermeister sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellen. Auch wenn die Entscheidung im Grundsatz bekannt war, wurden die Bürger doch vom Zeitpunkt der Ankündigung überrascht und zollten Petersen mit stehenden Ovationen Respekt für seine Verdienste. 1970 wurde der heute 76-Jährige Mitglied der Gemeindevertretung, 1986 dann Bürgermeister und blieb es seitdem.

Günther Petersen zog zunächst eine Bilanz des vergangenen Jahres. Der Gemeindechef erinnerte an das abgebrannte Klärwerksgebäude der Gemeinde, welches mittlerweile zum Großteil durch Eigenleistung wieder aufgebaut wurde. Auch die Einführung der kaufmännischen Buchführung auf kommunaler Ebene, der so genannten Doppik, habe die Verwaltung und Gemeindevertreter einige Anstrengungen gekostet. Doch auch positive Veränderungen hatte Günter Petersen zu vermelden. „Unser Polizeidienststelle wurde aufwändig saniert und seit Dezember sind nunmehr sechs Polizisten bei uns stationiert“, freute sich der Bürgermeister. „Ich hoffe, das bleibt so“. Denn auch im neuen Jahr werde die Gemeinde viele neue Projekte in Angriff nehmen. Trotz eines defizitären Haushalts werde man die freiwillige Arbeit weiter finanziell unterstützen. „Gerade das Ehrenamt und die Jugendarbeit liegen der Gemeindevertretung sehr am Herzen“, lobte Petersen das Engagement der Mitbürger. Im Frühjahr plant die Gemeinde Ascheffel einen neuen Pavillon auf dem Dorfplatz, der sich möglichst zu einem Treffpunkt für die Menschen entwickeln soll. Außerdem werde man den Fokus auf die schwierige Haushaltslage und die Daseinsfürsorge, den sogenannten Masterplan des Amtes Hüttener Berge, legen.

Doch wenn ein Jahr zu Ende geht, bringt dies meist Veränderungen in Gremien oder Verabschiedungen mit sich. So nutzte Günter Petersen die Gelegenheit, sich bei einigen seiner Mitstreiter zu bedanken und ihren die verdiente Ehre zuteilwerden zu lassen.

Der langjährige Protokollführer der Gemeindevertretersitzungen, Thomas Nolde, stellt nach 15 Jahren sein Amt zur Verfügung. „Du konntest während dieser Zeit nur einmal nicht anwesend sein“, lobte der Bürgermeister die korrekte Arbeit Noldes, „und warst so immer der am besten informierteste Bürger unserer Gemeinde“.

Auch Olaf Thurley wurde für seine langjährige Mitgliedschaft in der Gemeindevertretung geehrt. Zum Jahresende hatt er seinen Rücktritt erklärt. „Die Finanzen Ascheffels lagen Dir immer besonders am Herzen“, skizzierte Günter Petersen das Wirken Thurleys.

Ebenfalls lobende Worte fand der Bürgermeister für Antje Greve. Seit 30 Jahren ist sie für die Seniorenbetreuung zuständig. Neben Fahrten nach Rügen oder in den Schwarzwald organisierte Greve hauptsächlich die Seniorennachmittage. „Du hast diese Aufgabe mit sehr viel Hingabe ausgeführt“, schätzte Petersen die Gesamtzahl der Teilnehmer auf über 8000.

Eine ganz besondere Auszeichnung stand abschließend auf dem Programm. Zum zweiten Ehrenbürger der Gemeinde wurde Hans Clausen ernannt. „Alle Verdienste aufzuzählen, würde einen ganzen Abend füllen. Wir schätzen deine jahrelange und uneigennützige Tätigkeit“, resümierte Günter Petersen die letzten 39 Jahre der Zusammenarbeit. „Ich hoffe, dass ich dieser Ehre gerecht werde“, freute sich Clausen. .  

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