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Reformation : Gudewerdtschüler forschen: Warum feiern wir Reformation?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2017 | 00:00 Uhr

Eckernförde | 500 Jahre Reformation – das geht auch an den Schulen nicht vorbei. „Morgen ist schulfrei“, sagte Lehrerin und Schulseelsorgerin Gunda Wohlenberg am Montag vor einer vollbesetzten Mensa. „Und wir wollen wissen: Weshalb eigentlich? Warum feiern wir die Reformation?“ Unter der Überschrift „Menschenbilder“ hatten alle 700 Schüler in Projektgruppen zahlreiche Facetten der Reformation beleuchtet und im Anschluss ihre Ergebnisse präsentiert. Es gab zahlreiche Angebote im künstlerischen, musikalischen, sportlichen, historischen und religiösen Bereich.

Einen Einblick in die Ereignisse vor 500 Jahren gaben einige Schüler des 7. und 8. Jahrgangs in Form eines Theaterstücks. Kurze Szenen erläuterten den Ablasshandel, gegen den sich Luther wandte, indem er 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg anschlug und sich beim Wormser Reichstag standhaft zeigte.

Eine andere Gruppe erläuterte den Stand der Naturwissenschaften im 16. Jahrhundert und präsentierte eine Creme aus Olivenöl und Ringelblumenblüten nach Originalrezept von Hildegard von Bingen (1098-1179), während wiederum andere Schüler präsentierten, was die Menschen zu Luthers Zeit gegessen haben: Haferbrei zum Frühstück und Erbsenbrei mit Brot zum Mittag. Je nach Stand und Reichtum eventuell mit Wasser oder Milch, Salz oder Honig versetzt.

Handwerklich begabt zeigte sich eine Schülergruppe, die eine Lutherrose aus Sperrholz herstellte und diese Propst Sönke Funck schenkte. Er war als Gast gekommen, um sich die Arbeiten der Schüler anzusehen.

Töpfern zu Motiven der Reformation, Lieder zum Thema „Luther in Love“, Erkenntnisse zum Leben im Mittelalter und auch sportliche Aspekte („Mit allen Mitteln zum Erfolg“) – die Schüler konnten aus einem reichen Angebot an Themen auswählen und machten auch vor einer Umfrage in der Innenstadt nicht Halt: Von 70 befragten Passanten wussten immerhin 57, dass Luther im Jahr 1517 seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg anschlug, nur 39 jedoch konnten beantworten, warum er die Bibel ins Deutsche übersetzte – richtige Antwort: um sie dem Volk zugänglich zu machen.

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