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Fussball-Verbandsliga : GSC nimmt zu wenige Geschenke an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der FC Kilia Kiel dreht einen 0:1-Rückstand in Unterzahl noch in einen 2:1-Sieg und ist neuer Tabellenführer. Die Gettorfer vergeben zuviele Chancen auf ein zweites Tor und damit wohl auf eine vorzeitige Entscheidung.

Kiel | Ob der FC Kilia Kiel in dieser Saison noch häufiger so viele Gastgeschenke verteilen wird, wie am Mittwochabend gegen den Gettorfer SC erscheint mehr als fraglich. Nur wussten es die Gäste gegen den starken Verbandsliga-Aufsteiger nicht zu nutzen. 79 Minuten spielte der GSC in Überzahl und führte sogar mit 1:0 durch den erneut sehr aktiven Yannick Wolf, doch in der Folge ließen die Gettorfer zuviele gute Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden ungenutzt und verhalfen dem FC Kilia durch eigene Fehler doch noch zu einem Heimerfolg. „Das wären für uns Bonuspunkte gewesen. Es ist wirklich sehr schade und absolut unnötig, dass wir am Ende noch verloren haben“, sagt Gettorfs Trainer Tim Rogge, der aber auch die starke Leistung der Hausherren anerkennt.

Das erste Gastgeschenk verteilte FC-Innenverteidiger Marian Ruhberg nach elf Minuten. Seinen zu kurzen Rückpass erlief Boy Bröckler, der kurz vor der Strafraumgrenze vom heranstürmenden Kilia-Torwart Axel Schurbohm von den Beinen geholt wurde. Klarer Fall: Notbreme und Rote Karte für Schurbohm. Das zweite Geschenk lieferte Außenverteidiger Vitalijs Stols ab. Er verlor im Dribbling unnötig den Ball gegen Yannick Wolf, der in der Folge nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Nach dem Freistoß und einem Durcheinander im Kilia-Strafraum kam wieder Wolf an den Ball. Er lupfte den Ball aus spitzem Winkel am eingewechselten Ersatztorwart Dennis Brömme zum 1:0 für den GSC in die Maschen. „Ich hatte schon zum Ende der Halbzeit das Gefühl, dass einige bei uns nicht mehr 100 Prozent gaben. Das ist halt ein Phänomen, bei Mannschaften, die in Überzahl spielen“, sagt Rogge. Trotzdem hatten seine Schützlinge bereits vor der Pause die Chance auf 2:0 davon zu ziehen, doch sowohl Bröckler (34.) als auch Lasse Assenheimer (40.) – nach sehenswertem Zuspiel von Nils Zimmer – vergaben. Auf der anderen Seite musste GSC-Keeper Robin Biss viel riskieren, um den zu kurzen Rückpass von Niklas Wolf zu klären (44.).

Nach dem Wechsel spielten die Gastgeber trotz Unterzahl weiter selbstbewusst nach vorne. Der GSC hatte aber erneut die Möglichkeit die Entscheidung herbeizuführen, doch Jan Grobe – nach Traumpass von Yannick Wolf – vergab (55.). Danach kam es, wie es kommen musste: Der FC Kilia bestrafte die fahrlässige Chancenverwertung mit dem 1:1, wo Assenheimer seinen Gegenspieler Marius Beese aus den Augen verlor. Ein bisschen Pech hatte der GSC dann in der 78. Minute: Erst traf Assenheimer nur die Latte und vergab so die erneute Führung, dann gab es im Gegenzug den Gegentreffer zum 1:2. Aufsteiger Kilia hatte das Spiel gedreht. „Wir müssen jetzt möglichst schnell dahinkommen, dass wir unsere Großchancen häufiger nutzen. Machen wir hier das 2:0, was ja durchaus möglich war, wäre es für Kilia wohl der Genickbruch gewesen“, sagt Rogge enttäuscht.

 


FC Kilia Kiel: Schurbohm – Pauls, Ruhberg (46. M. Reese), Stols, Lott – Jakubowski, Frisch – Gutzeit, Erol (80. Rashid), Bandholt (11. Brömme) – Tinnemann.

Gettorfer SC: Biss – Grobe, Gogolok, N. Wolf, Hansen – Zimmer (46. L. Empen), Riemann – Weber (31. Assenheimer), T. Gravert, Bröckler – Y. Wolf.

SR: Kossiski (TSV Brokstedt). – Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Y. Wolf (33.), 1:1 M. Reese (61.), 2:1 Erol (78.).

Rote Karte: Schurbohm (11., Notbremse).


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erstellt am 22.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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