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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 08:10 Uhr

Grundstücksvergabe: Ehrenamtler zuerst

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jahresempfang in Borgstedt von Theater-AG eröffnet / Bürgermeister Neidlinger will Schall von neuer Rader Hochbrücke fernhalten

Mit einem flotten Auftritt der Theater-AG der Grundschule begann der Jahresempfang der Gemeinde Borgstedt im Gasthof „Lindenhof“. 16 Jungen und Mädchen entführten die mehr als 100 Gäste in den Wilden Westen und wurden für ihre schwungvolle Aufführung mit großem Applaus belohnt.

Im Anschluss blickte Bürgermeister Gero Neidlinger auf die wichtigen Themen des vergangenen Jahres zurück. Was den Ersatzbau der Rader Hochbrücke angehe, habe die Gemeinde in einer Einwohnerversammlung im September die für Borgstedt wichtigen Punkte herausgearbeitet: Östlicher Versatz der neuen Brücke, Lärmschutz während der Bauphase und Lärmschutz an der Brücke selbst. Nachdem neue Zahlen über den Verkehr auf der Brücke vorlägen, werde auch ein sechsspuriger Ausbau ins Gespräch gebracht. „Wir können diese Entwicklung eigentlich nur begrüßen“, so Neidlinger. Denn dann würde es sich um einen Neubau mit weitaus größeren Anforderungen an den Lärmschutz handeln.

Zurzeit lebten 31 Flüchtlinge in Borgstedt, berichtete der Bürgermeister. Das Zusammenleben mit ihnen sei geprägt von einem guten, von Hilfsbereitschaft gezeichneten Klima. „Deutschkurse, Verkehrserziehung, Schwimmkurse, Begleitung zu Behörden, Fahrradwerkstatt, Kulturcafé Grillveranstaltungen, Spendenpoint des DRK“, nannte Neidlinger als konkrete Beispiele. Besonders erfolgreich sei ein Flohmarkt bei der Abfallwirtschaft gewesen, der im März vergangenen Jahres 6700 Euro für die Flüchtlingsarbeit erbracht hatte.

Nach deren Anerkennung würde die Gemeinde den Flüchtlingen gern eine dauerhafte Heimat bieten, betonte Neidlinger. Man strebe an, sozialen Wohnungsbau im Torfweg zu ermöglichen. Diese Wohnungen sollten auch erschwinglich seien für Alleinerziehende, ältere Menschen und Berufsanfänger. „Mietanfragen aus diesen Personengruppen bekomme ich immer wieder“, machte Neidlinger deutlich. „Wir wären damit die erste kleine Gemeinde in der Region, die sozialen Wohnungsbau betreibt.“ Am 9. März soll in der Gemeindevertretung der entsprechende Bebauungsplan beschlossen werden.

Bei der Einführung einer Straßenausbausatzung haben die Einwohner Gemeinsinn gezeigt. Sie wählten die solidarische Lösung: Alle zahlen über wiederkehrende Beiträge, nicht nur die Anlieger einer betroffenen Straße.

Neidlinger berichtete weiter, dass für das Neubaugebiet „An der Buschkate“ mit 28 Grundstücken 60 Bewerbungen vorliegen. Bei der Vergabe sollen Borgstedter, die sich ehrenamtlich engagieren, bevorzugt werden. „Das zeigt, wie hoch wir das Ehrenamt einschätzen“, machte Neidlinger deutlich. Für ihr ehrenamtliches Engagement in dem Verein „fördern und betreuen“ wurde Elke Kuhr geehrt. Sie stand von 2012 bis 2014 an der Spitze des Fördervereins. „Sie ist vor allem eine Person, die sich nicht scheut, Verantwortung zu übernehmen“, sagte der derzeitige Vorsitzende Benjamin Deckert in seiner Laudatio. Weitere Ehrungen gingen an Helmut Althoff (72), den langjährigen Leiter der Tischtennissparte des TSV Borgstedt, und an Nathalie Szarafinski. Die 18-Jährige spielt seit ihrem achten Lebensjahr Fußball und trainiert seit drei Jahren den Nachwuchs. Mit dem Schleswig-Holstein-Anstecker „Helfende Hände“ dankte die Landesregierung allen Borgstedtern, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Neidlinger überreichte die Auszeichnung an 21 Frauen und Männer aus der Gemeinde.

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