Grundschüler bekommen Nachwuchs

Wurden Zeugen einer Fischgeburt (v.l.): Jonna Niemann (9), Josy Mathews (19) und Maria Cramer.
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Wurden Zeugen einer Fischgeburt (v.l.): Jonna Niemann (9), Josy Mathews (19) und Maria Cramer.

Richard-Vosgerau-Schüler begleiten Wiederansiedlung von Meerforellen im Lachsenbach / Schlüpfen der Jungfische im Unterricht

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11. Februar 2017, 06:04 Uhr

Die Viertklässler der Richard-Vosgerau-Schule bekommen in jedem Jahr erneut Nachwuchs: Jeden Winter schlüpfen in Petrischalen kleine Meerforellen aus ihren Eiern – und die Schüler können ihnen dabei zusehen. Sie nehmen an dem Projekt „Meerforellenbrutanlage und -nachzucht“ unter der Leitung von Lehrerin Hildegard Schenck teil. Dabei besuchen sie zunächst die Fischbrutanstalt Altmühlendorf, wo Fischwirtschaftsmeister Albrecht Hahn mit ihnen den Rogen von Meerforellenweibchen abstreicht und ihn mit der Milch der Männchen verrührt. Zweieinhalb Monate später kommt er mit einigen Eiern an die Schule, wenn die Jungfische schlüpfen. Mitte März setzen sie gemeinsam 5000 von ihnen im Lachsenbach aus und kontrollieren im Sommer per Elektrofischerei, ob sie ihre neue Heimat angenommen haben.

Etwa ein Jahr bleiben die Fische in ihrer Kinderstube, bevor sie in die Ostsee schwimmen und drei bis sechs Jahre später zurückkehren, um ihrerseits hier zu laichen. Allerdings kommen nur bis zu 1,5 Prozent der Fische zurück, den Rest erleidet das Schicksal am Ende der Nahrungskette.

Michael Packschies, Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt, unterstützt das Projekt, mit dem die Meerforelle im Lachsenbach wieder in großer Population heimisch werden soll. Ob der Bach dafür überhaupt geeignet ist? Albrecht Hahn: „Meine Einschätzung ist uninteressant. Die Fische haben festgestellt, es geht.“

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