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Eckernförder Zeitung

18. August 2017 | 10:56 Uhr

Änderung : Grünes Licht für neues Grün

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss stellt Weichen für Umgestaltung des Golfplatzes Altenhof /Neue Regelung für Pachtverträge formuliert

Die Eigentümer des Golfplatzes in Altenhof werden zufrieden sein. In seiner Sitzung am Dienstag sprach sich der Bauausschuss der Gemeinde einstimmig für den vorgelegten Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich südlich des Golfplatzes aus. Die Änderung ist nötig, weil die betroffene, etwa 19 000 Quadratmeter große Fläche dem Golfplatz bereits zugeschlagen worden ist und nicht, wie im aktuellen Flächennutzungsplan ausgewiesen, als landwirtschaftliche Fläche genutzt wird.

Zuvor hatte Planer Hajo Wedemeier vom Büro B2K aus Kiel den Entwurf für die Planänderung und die Abwägung der Stellungnahmen, die bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden eingegangen waren, noch einmal vorgestellt. Danach stünden die Planungen nicht den Zielen der Raumordnung entgegen, sagte Hajo Wedemeier. Der Denkmalschutz sei ausreichend gewürdigt. Der Stellungnahme des Kreises, der eine solche Nutzungsänderung im Außenbereich für ausgleichspflichtig hält, folgte man allerdings nicht. Denn der Golfplatz würde nicht nur intensiv sondern auch extensiv genutzt, so der Planer. Der Hinweis des NABU Schleswig-Holstein, dass sich auf dem Gelände elektrische Kabel und Entwässerungsanlagen befinden, soll bis zur Gemeindevertretersitzung noch einmal überprüft werden. Wenn die Gemeindevertretung zustimmt, wird der Plan erneut vier Wochen ausgelegt, so dass die Änderung des Flächennutzungsplans im kommenden Herbst beschlossen werden könnte.

Bis zur Gemeindevertretersitzung sollen auch die in der Ausschusssitzung von Christian Meyer vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Eckernförde vorgestellten vorläufigen, digitalisierten Kanalpläne, ergänzt werden können. Insgesamt hat das Büro knapp zehn Kilometer Druckrohrleitungen, 1,8 Kilometer Schmutzwasserkanäle, die im Freigefälle an die Druckrohrleitungen angeschlossen ist, 400 Meter Regenwasserkanäle, etwa 50 Schächte und 19 Pumpstationen, in die Pläne aufgenommen. „Damit haben Sie eine Arbeitsgrundlage, die nicht so schlecht ist“, sagte der Ingenieur. Im September 2010 hatte die Gemeinde beschlossen, die analogen Bestandsunterlagen ihres erst 1995 errichteten Kanalnetzes zu digitalisieren. Sämtliche Kataster des Amtes sollen als fertige Werke beim Büro WVK in Neumünster gespeichert werden, wo ein definierter Nutzerkreis auf die Pläne zugreifen kann.

Für die zur Verpachtung anstehenden gemeindlichen, landwirtschaftlichen Flächen, hat der Bauausschuss Rahmenbedingungen festgesetzt. Pachtverträge sollen danach nicht länger als 20 Jahre laufen, Pachtverträge für Flächen, die ins Öko-Punkte-Konto einfließen, ein Jahr mit automatischer Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die Pacht für Grünland soll bei 300 Euro/Hektar, für Ackerfläche bei 500 Euro/Hektar, für Flächen aus dem Öko-Punkte-Konto bei 200 Euro/Hektar liegen. Bei Unterverpachtung muss die Gemeinde zustimmen. Grünland bleibt Grünland, Acker bleibt Acker. Man will keine Monokulturen sondern Fruchtfolge. Um Grenzkonflikten vorzubeugen sollen die Flächen vermessen und markiert werden. Bis zur Gemeindevertretersitzung sollen die Kosten dafür ermittelt sein.

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