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Ratsversammlung : Grünes Licht für neues Flutlicht und Kunstrasen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Ratsversammlung hat das mittelfristige Bau- und Sanierungskonzept der Sportstätten verabschiedet.

Eckernförde | Einstimmig bei drei Enthaltungen der Grünen hat die Ratsversammlung am Mittwochabend dem mittelfristigen Bau- und Sanierungskonzept für die städtischen Sportstätten zugestimmt. Keine Mehrheit fand hingegen der Antrag der Grünen, die angedachten Maßnahmen aus dem Sportentwicklungsplan wie dem Bau von vier Flutlichtanlagen (je 65  000 Euro), eines Kunstrasenplatzes am Schulzentrum Süd (400  000 Euro) und der Sanierung von Sporthallen im Zusammenhang mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt zu bewerten und mit den Umweltbelangen der Stadt abzustimmen.

Der Vorsitzende des Sportausschusses, Reiner Bunte (SPD), wies auf die intensive Vorarbeit und die stets einstimmigen Beschlüsse in den Gremien hin. Das von Prof. Robin Kähler entwickelte Sportentwicklungskonzept mitsamt dem mittelfristigen Bau- und Sanierungsplan sei mit den Sportvereinen abgestimmt und per Umfrage mit den Schulen und Bürgern rückgekoppelt worden. „Ein Kunstrasenplatz ist heute kein Luxus mehr, sondern zählt zur sportlichen Infrastruktur“, sagte Bunte. Die neuen Flutlichtanlagen würden von den Vereinen dringend benötigt, dadurch würden wiederum die knappen Hallenkapazitäten für originäre Hallensportarten frei. Selbstverständlich stünden die Umsetzungen der Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Kostenaufwand von 2,3 Millionen Euro wegen der angespannten Haushaltslage unter Finanzierungsvorbehalt.

Die Grünen wollten den Sportentwicklungsplan nicht in Frage stellen, ihn vielmehr ergänzen, sagte Edgar Meyn. Allerdings sei es wichtig, die Kassenlage im Blick zu haben sowie die Ziele des Klimaschutzkonzepts zu erreichen, Strom zu sparen und den CO2-Ausstoß zu minimieren. Die Ausgaben für die Flutlichtanlagen und den Kunstrasenplatz sollten daher überdacht und abgewogen und bei Unstimmigkeiten nach Absprache mit dem Umweltausschuss umgesetzt werden. Da auch der Umweltausschuss nur Empfehlungen für die Ratsversammlung ausspreche, könne er die ganze Diskussion nicht verstehen, so Meyn.

Rainer Bruns (CDU) sah darin eine „völlig überzogene Aufwertung des Umweltausschusses“ und die Bildung eines „Bürokratiemonsters“. „Stillstand ist Rückschritt“, sagte Jörg Meyer (SPD), „und die Konkurrenz in Altenholz, Kiel, Rendsburg, Schleswig, Rotenhof, Osterrönfeld oder Gettorf schläft nicht“. Die vier Eckernförder Fußballvereine bräuchten dringend einen Kunstrasenplatz und neue Flutlichtanlagen. „1000 Sportler sind zwei- bis dreimal pro Woche von 16 bis 21 Uhr auf den Sportplätzen unterwegs“, sagte Meyer. Rainer Beuthel (Linke) und Rainer Bosse (SSW) konnten sich sowohl für den Sanierungsplan als auch für den Antrag der Grünen erwärmen.

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erstellt am 02.Okt.2015 | 06:13 Uhr

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