zur Navigation springen

Gemeindevertretung Waabs : Grünes Licht für neuen Entwurf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kita-Anbau in Waabs: Gemeindevertretung stimmt überarbeitetem Konzept des Architektenbüros EDIT zu. Kostenrahmen liegt bei 600 000 Euro.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 05:42 Uhr

Waabs | Schon im Sommer 2018 soll der Anbau an der gemeindlichen Kita „Apfelbäumchen“ in Waabs fertig sein. Diesem ehrgeizigen Ziel ist die Gemeindevertretung bei ihrer Sitzung am Montagabend ein Stück näher gekommen, sie beschloss die Umsetzung eines überarbeiteten Entwurfs des Architektenbüros EDIT. Die Kosten sollen maximal 600  000 Euro betragen. „Alle Anregungen wurden umgesetzt. Ich habe ein gutes Gefühl“, lobte Bürgermeister Udo Steinacker (CDU) das aktualisierte Konzept der Architekten Sandra Flohr und Nils Krämer.

Obwohl der Beschluss mit neun Ja-Stimmen und einer Enthaltung deutlich ausfiel, wurde zuvor angeregt diskutiert. Grund war ein Antrag der SPD-Fraktion, vor der Beschlussfassung einen weiteren Entwurf zur Gestaltung des Anbaus vorzustellen. Diesen hatte die Bauingenieurin Raja Rydhem, Bürgerin aus Waabs, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Lothar Schaldach Mitte September vorgelegt, nachdem das EDIT-Konzept im Bauausschuss und in der Gemeindevertretung thematisiert worden war.

Der Entwurf von Raja Rydhem sah die Gestaltung des Eingangsbereichs als Burg, einen „Zickzackflur“ mit Nischen und ein Gäste-WC im Flur vor. Gerade die Idee, den Flur mit Nischen für Kinderwagen und Garderoben auszustatten und so mehr Platz im Eingangsbereich zu schaffen, kam bei einigen Gemeindevertretern gut an. „Bisher ist es dort sehr voll und eng, wenn um 14 Uhr alle ihre Kinder abholen“, meinte auch Raja Rydhem, die selbst ein Kind in der Kita hat.

Der Vorschlag, einzelne Elemente von Rydhems Gestaltungsideen mit dem EDIT-Entwurf zu verknüpfen, wurde letztlich jedoch in einem Votum verworfen – drei Ja-Stimmen standen sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung gegenüber.

Im Anschluss bekam das überarbeitete Konzept von Sandra Flohr und Nils Krämer breite Zustimmung. Die beiden Architekten hatten den ursprünglich von ihnen angedachten Sechseckbau für den Gruppenraum, in dem die dritte Gruppe betreut werden soll, durch eine rechteckige Form ersetzt. „Der Gruppenraum ist aus drei Himmelsrichtungen belichtet“, erklärte Flohr. Da zudem jeder Raum im Anbau (Gruppenraum, Ruheraum, Waschraum) einen Ausgang nach draußen habe, gebe es keine besonderen Brandschutz-Anforderungen.

In dem Verbindungsstück zwischen dem Altbau und dem Anbau wird sich die 24 Quadratmeter große Garderobe der dritten Kita-Gruppe befinden. Dem Einwand, dass es dort dann zu eng sein könnte, stellte Nils Krämer die großzügige Raumbreite von über drei Metern entgegen.

Die Garderobe ist mit einer Tür vom Eingangsbereich der Kita separiert, so bleibt der gemeindliche Anbau ein eigenständiges Gebäude, das je nach Bedarf auch anders genutzt werden kann. Für die U3- und die Ü3-Kinder sind in dem neuen Entwurf getrennte Außenspielbereiche vorgesehen, die aber aneinander angrenzen. „So können die Kleinen die Großen beobachten“, erklärte Sandra Flohr.

Auch über eine neue Heizung für die Kita wurde abgestimmt, die Gemeindevertreter votierten einstimmig für eine Erdgasbrennwertheizung. Diese soll die in den vergangenen Wintern nicht zuverlässige Ölheizung ersetzen. Der bisherige Öllagerraum soll für andere Lagerzwecke dienen. Die Kosten für den Anschluss an das Erdgasnetz, den Rückbau der Ölheizung und die Installation einer Erdgasbrennwerttherme werden auf 10  000 Euro geschätzt. „Der Alt- und der Neubau werden jeweils einen eigenen Kreislauf haben, sodass eine getrennte Bewirtschaftung möglich ist“, betonte Steinacker.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen