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Gemeindevertretersitzung : Grünes Licht für Neubau im Rosenhof

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rege Diskussion: Die Gemeindevertretung lehnte den Zuschussantrag des TSV Karby für Ballfangzaun ab. Das sorgt für Unmut bei den Kommunalpolitikern.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 05:09 Uhr

Der Antrag des TSV Karby auf Bezuschussung eines Ballfangzauns sorgte auf der Gemeindevertretersitzung erneut für einigen Unmut bei den Kommunalpolitikern. Nach einer Debatte zwischen Bürgermeister Günther Wöhlk (CDU) und seinem zweiten Stellvertreter Frank Göbel (CDU) lehnte das Gremium den Antrag des TSV mit zwei Nein-Stimmen, zwei Ja-Stimmen und drei Enthaltungen ab.

Im Sitzungszimmer des Feuerwehrgerätehauses Schuby erläuterte Bürgermeister Wöhlk seine Gründe für eine Bewilligung des Zuschussantrages. „Zwar entspricht der Antrag so nicht der Form, aber wir müssen die Kuh endlich vom Eis holen“, so Wöhlk. Um in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Sportverein zu verbessern, werde es Anfang 2014 ein Gespräch zwischen den Gemeinden Dörphof, Karby und Brodersby und dem Sportverein geben, „denn so geht das mit den Anträgen des TSV nicht weiter.“ Nach Anzahl der Mitgliederzahlen aus den einzelnen Gemeinden ergebe sich für Dörphof die Summe in Höhe von 2000 Euro.

Unverständlich für Gemeindevertreter Frank Göbel. Er monierte, dass das Gremium erst kurz vor der Sitzung die entsprechenden Unterlagen bekommen habe, die in der Kürze nur schwer zu erfassen seien. „Für mich ist das nicht ausreichend. Nur um hier jetzt die Kuh vom Eis zu bekommen, finde ich das nicht in Ordnung“, so Göbel. Außerdem sei die Gemeinde Karby als Grundstückseigentümerin für die Sicherung des Geländes zuständig. Die Mehrheit der Vertretung folgte seiner Argumentation und lehnte den Zuschussantrag des TSV Karby endgültig ab.

Nur zwei Bürger waren der Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung zur 2. Änderung des B-Plans Nr. 1 gefolgt, die eine halbe Stunde vor der Sitzung im Feuerwehrhaus stattfand. Hintergrund war die Absicht des Trägervereins St. Nicolaiheim Sundsacker, die Häuser in der Schubyer Wohnstätte Rosenhof erwachsenengerecht aus- und umzubauen. Eine B-Planänderung für dieses Bauvorhaben ist nötig, da es nicht in die vorhandenen Baugrenzen passt.

Claudia Lamarti, Leiterin für den Schwerstbehindertenfachbereich, erklärte das geplante Bauvorhaben. „Nach der neuen Durchführungsverordnung des Selbstbestimmungsstärkungsgesetzes gelten für die Unterbringung von erwachsenen Heimbewohnern besondere Regelungen“, so Lamarti. Einzelzimmer seien ebenso erforderlich wie eine genügende Anzahl von Bädern, da sich höchstens zwei Bewohner ein Bad teilen dürften.

Bislang leben nach Auskunft von Lamarti 43 Menschen auf dem Rosenhofgelände. Drei der vier Häuser sind bereits erwachsenengerecht gestaltet. Vom Umbau betroffen ist das Haus Sonneneck, in dem zurzeit 10 Jugendliche, die in den nächsten Jahren die Volljährigkeit erreichen, und junge Erwachsene leben. Noch hat das Haus einen Jugendlichen-Status. „Das bedeutet, Erwachsene dürfen dort nicht leben“, so Lamarti. Im Sinne sowohl der Bewohner, die seit Jahren in dem Ort leben und sich dort heimisch fühlen, als auch ihrer Eltern und der Mitarbeiter plant der Verein einen entsprechenden Umbau des Hauses. „Ansonsten müssen die Bewohner, die Sie kennen und Ihnen bereits vertraut sind, umziehen“, erklärte Claudia Lamarti.

Durch die Schaffung einer Verbindung zwischen den Häusern Sonneneck 1 und 2 werden auf diese Weise vier zusätzliche Plätze geschaffen, so dass nach der Umsetzung des Bauvorhabens insgesamt 47 Plätze vorhanden sind. Nach Darstellung von Thomas Thede vom Architekturbüro Yaniak & Lippert aus Fockbek werde das Bauvorhaben zu keinerlei Beeinträchtigung der Außenansicht bewirken.

Der Gemeinde entsteht durch dieses Bauvorhaben, mit dessen Realisierung nicht vor Ende 2014, Anfang 2015 gerechnet wird, keine Kosten. Mit sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung votierte die Vertretung für den Aufstellungsbeschluss der 2. Änderung des B-Planes Nr. 1. Nach dem erfolgten Aufstellungsbeschluss wird dieser vier Wochen ausgelegt, so dass die Bürger Möglichkeiten zur Einsicht haben.

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