zur Navigation springen

Stipendien : Großspende macht’s möglich: Stipendien für Fünftklässler

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Internatsstiftung Louisenlund erhält von einem großzügigen Spender 500 000 Euro. Das Geld soll für Stipendien ausgegeben werden.

von
erstellt am 17.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Louisenlund – die Eliteschule für verwöhnte Kinder gut betuchter Eltern. Dieses Etikett haftet hartnäckig an der Internatsstiftung. Für den neuen Schulleiter Dr. Peter Rösner ist es daher eine Herzensangelegenheit, die „unsichtbare Mauer“, die das Internat von den Menschen der Umgebung trennt, abzubauen und zugleich das Internet als echte schulische Alternative bekannter zu machen.

Nur etwa 70 der insgesamt 340 Schüler kommen als Externe aus der Region, aus einem Umkreis von 20, 30 Kilometer. Das Schulgeld für externe Schüler beträgt gut 1000 Euro – viel Geld für die meisten Eltern. Ein „Glücksfall“, so Peter Rösner, mache es jetzt aber möglich, dass sich Louisenlund als Ganztagsgymnasium ab dem kommenden Schuljahr noch stärker für die Region öffnen könne. Der Vater eines Schülers spendet der Internatsstiftung 500 000 Euro – jeweils 50 000 in den nächsten zehn Jahren. Mit diesem Geld sollen Stipendien ausgelobt werden – erstmals ab der 5.Klasse. Bisher gebe es in Louisenlund nur Leistungsstipendien für die letzten zwei Schuljahre. „Durch die hohe Spende können jetzt aber drei bis fünf Teilstipendien für die gesamte Schulzeit vergeben werden“, betont der Schulleiter. Weitere Stipendien im Schuljahr 2015/2016. Es wird einen Eigenanteil der Eltern in Höhe von fünf Prozent des Bruttoeinkommens, mindestens aber von 340 Euro geben. „Ein leistbarer Betrag“, wie Rösner findet, auch für Eltern mit knapperem Geldbeutel. Ein Teilstipendium entspreche einem Gesamtwert – bezogen auf den Elternmindestbeitrag und eine achtjährige Gymnasialzeit von gut 70 000 Euro.

Vorrangig sollen Kinder das Stipendium erhalten, die aus der Region, also aus Schleswig, Eckernförde und Rendsburg kommen.

Bis zum 20. Juni nimmt die Internatsstiftung Bewerbungen entgegen. Für die Vergabe der Stipendien werde es ein Ranking der Schüler geben. Als Kriterium zähle die schulische Leistung. Vor allem die Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht seien von Bedeutung. Auch Begabungen im kreativen, musischen oder sportlichen Bereich würden bei der Auswahl berücksichtigt werden, betont Rösner: „Es ist wichtig, dass die Schüler Erfolgserlebnisse haben“. Das steigere das Selbstwertgefühl.

Auch auf das Sozialverhalten komme es in der Bewerbung an. Wer vorbildlich in der Klassengemeinschaft aufgefallen ist, als teamfähig, hilfsbereit oder außerschulisch engagiert sei, habe Chancen. Zur einer Prüfung im Internat müssen die Kinder für ihre Bewerbung nicht antreten. Es werde nach Aktenlage entschieden, zudem gebe es Gespräch mit den Eltern. Vor der Sommerpause würde über Zu- und Absagen entschieden.

Detaillierte Hinweise über die Form der Bewerbung für das Stipendiat und die einzureichenden Unterlagen finden sich auf der Homepage der Internatsstiftung.

Kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist findet am 14. Juni, ab 10 Uhr, ein Tag der offenen Tür im Internat statt. Hier können sich Eltern und Interessierte über die Schule informieren, Vorträge hören und eine Podiumsdiskussion zum Thema Begabtenförderung verfolgen.



>www.louisenlund.de

 

 

 

 

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen