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Filmtour sh:z und Green Screen : Großes Naturschauspiel in drei Akten

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die gemeinsame Filmtour des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags und Green Screen hat jetzt auch Station in der Festivalstadt Eckernförde gemacht. Knapp 280 Zuschauer sahen drei nominierten Naturfilme. Das Publikum betätigte sich als Jury.

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erstellt am 28.Aug.2014 | 06:42 Uhr

Der Golfplatz ganz in der Nähe in Aukrug, die Metropolen dieser Welt und die einmalige Küstenlandschaft Litauens, Lettlands und Estlands sind die Schauplätze der drei nominierten Wettbewerbsfilme für den Publikumspreis beim 8. Internationalen Naturfilmfestival Green Screen vom 4. bis 8. September in Eckernförde. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) ist mit diesen drei 45-Minütern auf Tour gegangen und hat sie in den vergangenen vier Wochen in 15 Spielorten von Neumünster bis Elmshorn vor stets ausverkauften Häusern gezeigt.

Am Dienstagabend war die Festivalstadt selbst die vorletzte Station der sh:z-Filmtour. Carls Showpalast war mit rund 280 Besuchern ausverkauft. Dem Publikum gebührte an diesem Abend ein besonderer Dank, weil es vorbildlich auf die kleine organisatorische Panne reagiert und die spontane Nachbestuhlung im Saal gelassen und souverän ertragen hat. Die in Green Screen-Zeiten ausnahmslos positive Grundstimmung in der Stadt und die Aussicht auf drei herausragende Naturfilme im Kinoformat verlieh den Besuchern eine Lockerheit und Vorfreude, die den ganzen Abend anhielt.

Dagmar Weinberger vom Förderverein des Festivals moderierte die drei Stunden charmant, kenntnisreich und ebenso locker und brachte Green Screen, die rund 130 Filmvorstellungen, die Eröffnungs- und Preis-Gala sowie die Rahmenveranstaltungen immer wieder nachhaltig ins Bewusstsein der rund 250 Besucher. Diese Botschaft ist angekommen – was nicht nur an den 271 ausgefüllten Stimmzetteln für den Publikumspreis und der sehr gut gefüllten Spenden-Box ablesbar war, sondern den Zuschauern auch anzusehen war.

„Kleiner Langschläfer hellwach – die Haselmaus“ von Joachim Hinz, „Planet der Spatzen“ von Kurt Mayer und „Wildes Baltikum – Die Küste“ von Christoph Hauschild – drei ebenso faszinierend wie unterschiedliche Filme. Die Bilder des kleinen, scheuen und selten gewordenen Nagers in unseren Breiten sorgten viele Male für Erstaunen und Amusement im Saal. Hinz filmte die possierlichen Tiere bei der Geburt und Aufzucht der Jungen in unmittelbarer Nachbarschaft der Golfspieler – eine Nachbarschaft, die funktioniert und manchmal sogar vor dem Iltis schützt. Kairo, Moskau, New York, Peking Wien und Paris waren Stationen des spannend erzählten und aufwändig produzierten Films „Planet der Spatzen“. Die kleinen Vögel sind wahre Überlebenskünstler und finden an den naturfeindlichsten Orten ihre Nistplätze, wie zum Beispiel am Ney Yorker Broadway. Die großartigen Zeitlupenaufnahmen des Flugballetts der Spatzen von Notre Dame standen in krassem Gegensatz zu dem chinesischen Vernichtungsfeldzug auf Anordnung des Diktators Mao Tse-Tung, dem während der Kulturrevolution nicht nur Millionen Chinesen, sondern auch über zwei Milliarden Spatzen zum Opfer fielen, die von der Bevölkerung bis zur Erschöpfung durch die Luft getrieben wurden. Faszinierende Naturaufnahmen von der Kurischen Nehrung, der lettischen Küste und der Inselwelt Estlands lieferte der Film „Wildes Baltikum“. So wild, schön und unberührt wie die Natur, sind auch ihre Bewohner: Seeadler, Konics, Kegel- und Ringelrobben, Blauracken oder Luchse – ein Paradies für diese sehr selten gewordenen Tiere in einzigartiger Landschaft.

Die Zuschauer hatten die Qual der Wahl, und es ging spannend zu: der Eckernförder Siegerfilm hat nur acht Stimmen Vorsprung. Wer am Ende landesweit die Nase vorn hat und den mit 1000 Euro dotierten sh:z-Publikumspreis gewinnt, wird am 7. September bei der Preisverleihung auf Gut Altenhof verkündet.

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