zur Navigation springen

Heimatgemeinschaft unterwegs : Großes Interesse am Gut

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Heimatgemeinschaft bietet eine Exkursion nach Wulfshagen an und erhält so viel Resonanz, dass ein zweiter Termin erforderlich wird. Bürgermeister Jürgen Baasch zeigt auf weiterem Programmpunkt die Ortsentwicklung Gettorfs auf.

Eine Busrundfahrt durch die Gemeinde, ein Dorfrundgang unter historischen Gesichtspunkten, eine Besichtigung der Gettorfer St. Jürgen-Kirche, eine Führung durch Mühle und Museum oder ein Besuch auf dem Gut Wulfshagen: Die Mitglieder der Heimatgemeinschaft Eckernförde- Schwansen- Hüttener Berge- Dänischer Wohld hatten die Wahl. Anlässlich ihrer Herbstversammlung am Sonnabend im Hotel Stadt Hamburg in Gettorf hatte der Vorstand ein vielseitiges Programm in und um die Gemeinde zusammengestellt.

Zweimal im Jahr besuchen sie abwechselnd die Gemeinden rund um Eckernförde. „So bekommen alle unsere Mitglieder die Chance, die Gemeinden in unserm Einzugsgebiet kennen zu lernen“, sagte Telse Stoy, hoch erfreut über den mit über 220 Anmeldungen großen Zuspruch. „Wir sind sehr glücklich in Gettorf, dass wir die Heimatgemeinschaft Eckernförde zu Gast haben“, betonte Bürgermeister Jürgen Baasch. Er selbst begleitete die etwa einstündige Bustour vorbei an Kirche, Schulzentrum, Neubaugebieten, Kitas, Schulen, Sportanlagen und Gewerbegebiet und informierte zur Geschichte und Entwicklung der Gemeinde. Besonders viele interessierten sich für das 1699 erbaute Gut Wulfshagen, wo schon die Fernsehserie Onkel Bräsig, Tatort, das ARD-Wintermärchen oder die Sat 1-Doku-Soap „Gräfin gesucht“, gedreht wurde. Am 27. September um 14 Uhr wird daher ein zweiter Besuchstermin angeboten. Mit Anmeldung.

Auf dem Gut empfingen Tüttendorfs Altbürgermeister Klaus Juschkat und Gutsherr Moritz Graf zu Reventlow die Gäste. Der Graf erzählte etwas über die Geschichte des Gutes und seine Familie, über die Nutzung der Gebäude früher und heute und führte durch die ehemalige Gerstenscheune und den parkähnlichen Garten mit gepflegtem Rasen, riesiger Platane und Blick auf die gutseigene Kapelle. Zwei steinerne Löwen mit je einem großen Kübel blauer Schmucklilien (Agapanthus) davor bewachen die Treppe am Hintereingang. Die Tür des Herrenhauses blieb jedoch geschlossen. „Es tut mir wirklich leid“, meinte der Graf. „Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis, dass ich Sie nicht durch meine Schlafstube jage. Ich weiß, dass da immer ein großes Interesse besteht.“ Heinz Zimmermann-Stock aus dem Vorstand der Heimatgemeinschaft hätte indes gern einem Blick ins Herrenhaus geworfen. „Ein bisschen enttäuscht bin ich schon“, meinte auch Gerd Schäfersküpper aus Eckernförde. „Aber man will natürlich nicht in die Privatsphäre eindringen. Ich akzeptiere das.“ Dennoch fand er es schön, in Bereiche zu kommen, wohin man sonst nicht gelangt, wie den Garten mit Blick auf die Kapelle. Elke und Kurt Möller aus Bornstein, die sich ebenfalls besonders für das Herrenhaus aus dem späten Barock interessierten, nahmen es gelassen. „Leider kommt man hier ja selten bis gar nicht herein“, wusste Kurt Möller. Glücklicherweise hatten sie in den 90er Jahren auf einer Tour der Radfahrgruppe des DRK Neudorf schon einmal die Gelegenheit, einen Blick ins Herrenhaus zu werfen. Das große Interesse an Herrenhäusern erklärt sich Kurt Möller mit dem Denken von früher. „Der Gutsherr, der Müller, der Pastor, der Lehrer und der Arzt, das waren die wichtigsten Personen“, erzählt er. „Wir haben dieses Denken noch.“

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 06:04 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen