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Nach dem Abitur : Großes Abenteuer am anderen Ende der Welt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Abiturientin aus Gettorf fährt nach Neuseeland und assistiert an einer Schule.

Gettorf | Selina Madsen aus Gettorf hat gerade ihre schriftlichen Abiturprüfungen hinter sich und schon ganz konkrete Pläne für ihre berufliche Zukunft: Lehrerin für Englisch und Religion will sie werden. Aber bevor sie ihr Studium an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel aufnehmen wird, beginnt im September ihr ganz großes, persönliches Abenteuer.

Selina Madsen reist nach Neuseeland, ins Randgebiet der Hauptstadt Auckland, um dort an einer Schule ein Jahr als Gap-Assistant zu arbeiten, eine Art Assistenz der Lehrer vor Ort. „Ich war bereits nach der zehnten Klasse ein Jahr in England, bin dort zur Schule gegangen“, berichtet die Abiturientin. „Mein Vater ist auch Englischlehrer und hat mit mir und meinen Brüdern schon seit der Grundschulzeit viel Englisch gesprochen.“

Sie sei sehr glücklich, dass ihre Eltern voll hinter ihren Plänen stehen und sie unterstützen, berichtet Selina Madsen. Den Flug bekommt die 19-Jährige als Abiturgeschenk, den Aufenthalt bei einer Gastfamilie vor Ort wird von der Schule bezahlt. Dazu gibt es noch ein monatliches Taschengeld in Höhe von 372 Euro. „Ich werde die Lehrer unterstützen, aber da ich ja noch nicht ausgebildet bin, kann ich noch nicht alleine unterrichten “, erklärt Selina. „Ich werde die Klassen bei Fahrten begleiten, Wettkämpfe mit vorbereiten und durchführen und auch in die Verwaltung hineinschnuppern.“

Sie sei schon immer eine Weltenbummlerin gewesen, erzählt Selina Madsen, auf „Work and Travel“ hätte sie allerdings keine Lust gehabt, da würde man durchs Land reisen und Arbeit suchen und wüsste nie genau, wie es weiterginge. Als sie dann von der Möglichkeit der „Gap-Assistance“ gehört hatte, war schnell klar, dass das genau das ist, was sie machen wolle.

„Durch die feste Anstellung an der Schule mit entsprechenden Einkünften haben auch wir Eltern ein besseres Gefühl, als wenn unsere Tochter herumreisen würde“, ergänzt Allmut Madsen, die Mutter der Abiturientin. „Und in Neuseeland gibt es ja im Gegensatz zu Australien keine giftigen Tiere, wie Spinnen oder Schlangen, das ist auch beruhigend zu wissen.“

Die Reise an den Zielort dauert 24 Stunden, ein anstrengender Trip: „Ich mache aber einen Zwischenstopp in Malaysia“, erklärt Selina Madsen, „dort wohnt eine Freundin, die ich bei meinem Aufenthalt in England kennen gelernt habe. Ich werde sie eine Woche besuchen und dort mit ihr auch meinen 20. Geburtstag feiern.“

Sie sehe die Pläne ihrer Tochter mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so die Mutter. „Aber wann sollte meine Tochter das machen, wenn nicht jetzt?“ fragt sie. „Und es gibt ja mittlerweile viele Kommunikationsmöglichkeiten“, ergänzt Allmut Madsen. „Wir können uns per WhatsApp schreiben oder auch mit Skype telefonieren, das macht es leichter.“

„Jetzt kommen noch die mündlichen Abiturprüfungen, dann ein schöner Sommer hier“, ergänzt die zierliche Schülerin, „und dann geht es im September ab – das Abenteuer wartet auf mich!“

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