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ballett-theater : Großer Auftritt nach zwei Jahren Vorbereitung

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kinder und Jugendliche der Tanzschule Bömer zeigen in der Stadthalle das Tanztheater „Aschenputtel“. Zwei Jahre lang haben sich die Schüler auf ihren großen Tag vorbereitet. Das Publikum ist begeistert.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 06:27 Uhr

Großer Trubel im Backstage-Bereich der Stadthalle. Die Schüler und Schülerinnen der Tanzschule Michele Bömer können ihren großen Auftritt kaum erwarten. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit dürfen die Kids und Teens aus den Gruppen Kindertanz, Ballett, Streetdance und Modern Dance ihr einstudiertes Können endlich dem Publikum präsentieren. Unter der Leitung von Michele Bömer tanzen die drei- bis 17-Jährigen vor liebevoll gestaltetem Bühnenbild und in selbstgenähten Kostümen das zum Tanztheater umgestaltete Märchen Aschenputtel.

Pünktlich um 16 Uhr öffnet sich am Sonnabend der rote Samtvorhang der Bühne. Neun kleine Katzen der Modern Dance-Gruppe umtänzeln das Aschenputtel (Michele Neumann) vor dem Herd. Gekonnt weisen die Stubentiger den als Mäuse verkleideten Jüngsten der Truppe den Weg zum Bühnenausgang. Die durch die große Bühne ausgelöste kleine Desorientierung der Mäusegruppe ließ das Geschehen noch wirklicher erscheinen.

Gekonnt präsentierten die vier Mägde (Johanna Kiehl, Neele Schulz, Janika Lütje und Josephina Kraak) ihr balletttänzerisches Können. Auch die beiden Stiefschwestern, getanzt von Rebecca Sill und Jana Greve, ließen nicht lange auf sich warten, um Aschenbrödel mit liebevoll eingeübter Choreografie in glitzerndem Gewand das Leben schwer zu machen. Als Aschenputtels Vater (Jörn Greve) auf Reisen geht, trifft er auf Hasen und Rehe, während er vom Wind getriebenen Blättern umwirbelt wird. Eifrig sind die Schüler und Schülerinnen der Kindertanzgruppe bei der Sache. Auch wenn manch ein Häschen noch wie ein kleiner Nestflüchter über die Bühne hüpft, so ist immer eine Hand eines Fortgeschritteneren da, die dem Ganzen wieder eine Richtung gibt. Den von der Reise des Vaters mitgebrachten Zweig pflanzt Aschenputtel auf das Grab ihrer Mutter. Bald wächst daraus ein Zauberbaum, den Luisa Falkenhagen tänzerisch überzeugend darstellt. Nach der Pause tritt im Schloss des Prinzen die Leibgarde (Streetdance) an. Es finden sich Hofdamen und Hofherr (Streetdance und Modern Dance) zum Feste ein. Choreografische Unterstützung erhielt Michele Bömer hier von Marie Loges. Ein Zauberer (Vitus Knudsen) und seine sieben Tänzerinnen sorgen mit bunten Tüchern und kleinen Zaubertricks nicht nur für Unterhaltung auf dem königlichem Ball, sondern auch für ein begeistertes Publikum. Nachdem Aschenputtel sich auf den Ball geschlichen und mit dem Prinzen (Fynn Rosenberg) getanzt hat, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Auf ihrer Flucht lässt sie die Schuhe zurück. Nach zweistündiger Tanzdarbietung finden Prinz und Aschenputtel schließlich zueinander. Unter tobendem Beifall des Publikums lassen sich alle Akteure mit ihrer Tanzlehrerin Michelle Bömer auf der Bühne feiern.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.




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