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Große Raumnot: Container für Altenholzer Schüler?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ausschuss erwägt Container des Landes als Klassenräume /Mehr Schulsozialarbeit am Gymnasium gewünscht

Die Gemeinschaftsschule platzt aus allen Nähten. Drei Klassen haben bereits „Asyl“ in der Grundschule gefunden, weil in ihrer Schule Klassenräume fehlen, alle nur denkbaren Räume wurden dort bereits zu Klassenräumen umfunktioniert. Die Grundschule dürfen die Schüler aber nur in Begleitung ihrer Lehrer betreten. Praktisch bedeutet das, dass Schüler oft bei Wind und Wetter vor der Tür warten müssen, um in ihre Klassen zu kommen. An Gruppenarbeit ist unter dieser räumlichen Enge gar nicht zu denken. Genau dafür wünscht sich Schulleiter Thomas Haß den nötigen Platz. Ja und eine Mensa werde auch dringend gebraucht, hieß es in dieser Woche bei der Sitzung des Schulausschusses. Enttäuschung bei Lehrern und Eltern, zum Teil auch Wut, dass noch keine Lösung in Sicht ist.

„Im November haben Sie das schon so gut wie beschlossen. Wir brauchen Räume und eine Mensa. Für anderes ist Geld da“, machte ein Vater seinem Ärger Luft. In der Tat wird schon lange über den Bau von neuen Räumen diskutiert. Strittig war, ob es eine Zwischenlösung mit Containern geben soll oder eine Modullösung oder ein gemauertes Gebäude. Bei einem Fehlbetrag von zwei Millionen Euro im Haushalt 2017 mussten die Gemeindevertreter einsehen, dass eine weitere große Investition nicht zu stemmen ist. Blieb also nur die Containerlösung als Übergangslösung oder vielleicht als mittelfristige Billigvariante. Aber auch dazu konnte sich die Gemeindevertretung im Dezember nicht durchringen. Mittlerweile hat die Landesregierung beschlossen, nicht mehr benötigte Container zur Flüchtlingsunterbringung an die Kommunen zu verschenken. Die Gemeinde könnte also kostenlose Container beim Land beantragen. Die Kosten für den Transport und den Aufbau in Altenholz wären von der Gemeinde zu tragen. „5000 Euro würde das kosten“, sagte Uwe Johanning (SPD). „Wenn wir die alten Fundamente nutzen können, brauchen wir keine Freigabe durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst.“ Das würde Zeit sparen. Genau das war eine zusätzliche Hürde für einen Neubau. Die Fundamente der alten Pavillons seien nicht beschädigt, so Johanning. Mit der Landesverwaltung habe er auch schon telefoniert. 300 der insgesamt 700 Container seien bereits reserviert. „Da sollten wir endlich aus dem Quark kommen.“

Noch weiß allerdings niemand, wie hoch die Kosten für Umbau und Renovierung werden. Eine Delegation soll die Container vor Ort in Augenschein nehmen, ob sie für den Unterricht geeignet sind. Mindestens zehn Tage vor der nächsten Finanzausschusssitzung sollen die Fraktionen Unterlagen erhalten, um entscheiden zu können.

Die Schulsozialarbeit wird gut angenommen, Tendenz steigend. Das wurde durch die Berichte deutlich, die die Schulsozialarbeiterinnen dem Ausschuss vorlegten, aber auch aus den Aussagen der Schulleiter, Eltern und Gemeindevertretern. Cornelia Hörsting, Schulleiterin des Gymnasiums, wünscht sich eine Ausweitung der Schulsozialarbeit am Gymnasium, das deutlich schlechter damit ausgestattet ist, als die anderen Schulen. Eine Mutter pflichtet ihr bei: „Meine Tochter geht auch auf das Gymnasium. Das sind normale Schüler, die auch Bedürfnisse nach Gesprächen haben.“ Der Bürgermeister notierte sich diesen Wunsch.

Es gibt viele Baustellen in den Schulen. Damit gut koordiniert und zukunftsorientiert geplant und gebaut werden kann, soll jetzt ein Schulentwicklungskonzept her, befand der Ausschuss.

Weiterer Bericht folgt

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