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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 23:23 Uhr

Wechsel : Große Lust auf die Herausforderung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Birte Plewka-Eilenstein übernimmt die Schulsozialarbeit in Altenholz / Ansprechpartnerin für Schüler, Eltern und Lehrkräfte

von
erstellt am 11.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Für Birte Plewka-Eilenstein schließt sich in Altenholz der Kreis: Die Sozialpädagogin hat mit Beginn des zweiten Halbjahres die Schulsozialarbeit in der Gemeinde übernommen und widmet sich künftig dem Schwerpunkt, den sie sich im Studium gesetzt hatte: Erziehung und Bildung.

„Es ist eine Herausforderung, zu der ich unheimlich Lust hatte“, sagt die 45-Jährige, die sich gegen mehr als 40 Bewerber um die Stelle durchsetzte. „Ich freue mich, jetzt mittendrin zu sein und in direktem Kontakt zu Kindern, Lehrern und Eltern zu arbeiten“, erklärt die Kronshagenerin. Zuvor war sie 17 Jahre für die Brücke Rendsburg-Eckernförde tätig, dort in der Suchthilfe und in der Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Damit bringt sie wichtige Erfahrungen mit, die helfen, die Probleme an der Regionalschule, aber auch am Gymnasium zu lösen.

Dass die Stelle im Januar unbesetzt war, habe sich sofort bemerkbar gemacht, teilt Thomas Haß, Leiter der Regionalschule, mit. Die Liste der Auffälligkeiten sei lang geworden und reiche vom Fernbleiben aus dem Unterricht über Ritzen bis hin zur Mediensucht. „Montagsmorgens kommen die Kinder mit rechteckigen Augen in die Schule, weil sie das ganze Wochenende vor dem Fernseher oder dem Computer verbracht haben“, berichtet Haß. Durch das Abtauchen in die virtuelle Welt könnten sie nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden, besonders bei Jungen ein Problem, so Haß weiter. Sie verlören den Kontakt zu ihren Mitmenschen fügt Dr. Peter Wenners, Rektor des Gymnasiums, hinzu. In sozialen Netzwerken knallten sie den Menschen Dinge an den Kopf, die sie ihnen direkt nie sagen würden. Sie fänden unglaublich viele Mitläufer, die Kommentare dazu abgäben – das Mobbing läuft. Die von Thomas Haß geschilderten Probleme seien am Gymnasium in gleicher Weise vorhanden, wenn auch quantitativ nicht vergleichbar, merkt Wenners an. Die Zahl psychisch erkrankter Schüler bereite ihm Sorge, es gebe furchtbare Verhaltensauffälligkeiten. Wenners: „Die Ansicht, am Gymnasium gäbe es so etwas nicht, ist fatal, fatal falsch.“

Birte Plewka-Eilenstein wird sich heute im Schulausschuss vorstellen, morgen in den einzelnen Klassen. Zunächst wird sie sich der im Januar angestauten Fälle an der Regionalschule annehmen, bevor sie dann auch am Gymnasium im Einsatz sein wird. Die Sprechzeiten für Schüler, Eltern und Lehrkräfte könnten dagegen schon kurzfristig auch für das Gymnasium geöffnet werden, schätzt Haß. Sie sind montags von 7.30 bis 8.30 Uhr mittwochs von 12 bis 14 Uhr oder nach Vereinbarung (Tel. 0431/26 09 61 24.

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