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Galerie Carlshöhe : Große Kunst zu sehen und zu kaufen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der internationale Kunsthändler Dr. Michael Nöth zeigt Bilder von Otto Modersohn und Zeitgenossen.

Eckernförde | Diese Ausstellung ist etwas Besonderes: In der Galerie Carlshöhe von Marlies Greifenberg stellt vom 10. bis zum 16. Juli (14 - 19 Uhr) der internationale Kunsthändler Dr. Michael Nöth aus Ansbach 40 Werke namhafter Künstler aus – von Otto Modersohn über Emil Nolde bis zu Max Liebermann und Henri Martin. Die Vernissage ist am Sonntag um 15 Uhr.

Die Ausstellung erscheint in einem regionalen Kontext: Sie passt mit ihrem Titel „Moor und Meer“ zur aktuellen Ausstellung der Galerie: „Unbekannte Werke bekannter Künstler“. Alle Maler – hier wie dort – stammen von der Küste oder haben in Künstlerkolonien gelebt. Denn nicht nur Worpswede ist als solche bekannt, auch die Carlshöhe mit ihren 32 Ateliers und 180 Mitgliedern im Kunstverein kann sich als solche bezeichnen.

Zudem stellt der Kunsthändler häufig im Zusammenhang mit Musikfestivals, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, aus. Das hat Methode: „Wer an klassischer Musik interessiert ist, hat oft auch Interesse an bildender Kunst“, sagt Michael Nöth. Und das ist wichtig, denn er lebt vom Verkauf der Bilder. Die Werke, die die Besucher also aus nächster Nähe betrachten können, sind alle zu erwerben, inklusive gutachterlicher Expertise.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Otto Modersohn (1865-1943), der als Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede bekannt wurde. Von ihm sind mehrere Bilder zu bewundern, die seine künstlerische Entwicklung im Laufe der Zeit gut veranschaulichen, wie die Kunsthistorikerin und Mitarbeiterin Nöths, Regina Gerisch, erklärt: So zeigt das Bild „Wiesen an der Wümme“ aus dem Jahr 1910 (45  000 Euro) einen „wilden expressiven Farbauftrag“, während sein „Sommertag an der alten Wümme“ von 1927 (60  000 Euro) einen „aufgehauchten Pinselstrich“ aufweist.

Neben Modersohn sind auch Werke von Eugen Bracht, Hermine Overbeck-Rothe, Max Liebermann, Hans am Ende, Emil Nolde und anderen zu sehen. Sie alle sind vor rund 150 Jahren geboren und haben um die Jahrhundertwende gewirkt.

Ergänzend sind auch Bilder französischer Künstler ausgestellt: „Drei Schweine am Trog“ von Louis Corinth ist allerdings nichts für arme Schweine: 100  000 Euro muss ein Interessent für das 25,5 x 37,5 Zentimeter große Ölbild hinblättern. Und auch Henri Martins „Bretonisches Seestück“, das die Übergangsphase vom Impressionistisch-Pointillistischen zur abstrakten Kunst markiert, ist nur für mehrere 100  000 Euro zu haben. Doch keine Angst: Es sind auch günstigere Werke zu erwerben.

Der Kunsthändler ist durch seine Bekanntschaft zu Wolfram Greifenberg auf die Galerie Carlshöhe aufmerksam geworden. Hier hat Marlies Greifenberg zwei Räume für die Sonderausstellung freigeräumt und auch einige Bilder in der aktuellen Ausstellung untergebracht. So hängen hier thematisch ähnliche Bilder nebeneinander, die 150 Jahre trennen – und einige 100  000 Euro.

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erstellt am 08.Jul.2017 | 05:41 Uhr

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