unverhoffte zusage : Große Freude – Radweg wird saniert

Sind angesichts der überraschenden Zusage des Ministeriums, den Radweg entlang der L  26 zu sanieren, sehr erfreut (v. l.): Amtsdirektor Gunnar Bock, Max Triphaus (Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH) und Udo Steinacker (Bürgermeister von Waabs).
Foto:
1 von 2
Sind angesichts der überraschenden Zusage des Ministeriums, den Radweg entlang der L 26 zu sanieren, sehr erfreut (v. l.): Amtsdirektor Gunnar Bock, Max Triphaus (Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH) und Udo Steinacker (Bürgermeister von Waabs).

Eine positive Nachricht aus dem Verkehrsministerium freut Bürgermeister, Amt und Touristiker: Der Radweg an der L 26, Eckernförde – Damp, wird neu asphaltiert. Der erste Abschnitt, von Eckernförde bis Ludwigsburg, wird noch in diesem Jahr saniert..terium erf

shz.de von
17. Januar 2015, 09:34 Uhr

WAABSEine Nachricht, die für Freude sorgt – noch in diesem Jahr wird der Radweg an der L  26, Teil des Ostseeküstenradwegs, saniert und erhält eine neue Asphaltdecke. Vorgestern ging beim Amt Schlei-Ostee eine Zusage des Verkehrs- und Wirtschaftsministers Reinhard Meyer ein, trotz bereits verplanter Finanzmittel (aufgrund des immensen Investitionsbedarfs in die Landesstraßensanierung) den Radweg zu sanieren. „Ich habe jedoch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr bereits gebeten, einen Umsetzungszeitplan mit einem Finanzierungsvorschlag zu erarbeiten, um möglichst zeitnah mit der Umsetzung dieser Maßnahme beginnen zu können“, so der Minister in dem Schreiben. Der Landesbetrieb hat das Amt bereits in dieser Sache angeschrieben. In diesem Jahr soll die Asphaltierung des Streckenabschnitts Eckernförde – Ludwigsburg erfolgen. 2016 steht die Sanierung des Abschnitts Ludwigsburg – Damp/Schwastrum an. Das ist Musik in den Ohren aller Beteiligten, die sich bisher vergeblich um eine Sanierung des Radweges bemüht haben.

„Wir in Waabs sind alle dankbar überrascht“, sagt Udo Steinacker, Bürgermeister in Waabs, „der Minister hat folgerichtig und schlüssig gehandelt. Für uns als Kommunalpolitiker ist es schön zu sehen, dass unser Handeln etwas bewegt.“ Immer wieder hätten die Waabser angesichts zahlreicher Klagen von Touristen auf die Dringlichkeit des Problems hingewiesen – nie sei etwas passiert.

Der Ostseeküstenradweg, der von Heringsdorf nahe der polnischen Grenze bis Kupfermühle bei Flensburg führt, gehört zu den beliebtesten im ganzen Land. Eine Zählung in 2013 ergab, dass 63  546 Radfahrer (297 pro Tag) die Teilstrecke an der L  26, Eckernförde – Kappeln, befahren haben. Das war in den vergangenen Jahren nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich. Der Radweg befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand, was zu einer Entwidmung als Radweg führte. Eine Entwicklung, die die betroffenen Bürgermeister auf den Plan rief (wir berichteten).

Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Radweges für den Tourismus in der Region sorgte die bisherige ablehnende Haltung des Ministeriums für Unmut unter den Betroffenen. Besonders schwer verständlich sei das angesichts der Tourismusstrategie des Ministeriums gewesen, so Steinacker, die einen großen Schwerpunkt in die Förderung des Fahrradtourismus setzt.

„Die Zusage ist ein positives Zeichen, dass das Ministerium seine neue Tourismusstrategie umsetzen will“, erklärt Max Triphaus, Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH. „Ich bin dankbar, dass es überhaupt passiert ist“, verdeutlicht er den positiven Bescheid angeichts der Finanzlage desLandes. Triphaus habe die Sinnhaftigkeit und die Bedeutung des Radweges für die Region „wirkungsvoll gegenüber dem Minister vorgebracht“, dankt Gunnar Bock, Amtsdirektor des Amtes Schlei-Ostsee, dem Geschäftsführer. Die Zusage, den Radweg zu erneuern, sei das Ergebnis einer konstruktiven Bündelung aller Kräfte – Bürgermeister, Gemeindevertreter, Landtagsabgeordnete und Touristiker.

Die Gesamtstrecke des Radweges an der L  26 beträgt 14,4 Kilometer. Der erste Bauabschnitt von Eckernförde nach Ludwigsburg ist 6,4 Kilometer lang und wird während der Tourismussaison neu asphaltiert. Diese Störungen nehme man angesichts des Erfolges gern in Kauf, sind sich Steinacker, Triphaus und Bock einig. Nach einer ersten Schätzung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr belaufen sich die Kosten für die gesamte Maßnahme auf rund 800  000 Euro (ohne Planungskosten).

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen