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Wahlenttäuschung : Große Enttäuschung bei SPD

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder SPD-Kandidat Sönke Rix zittert um den Wiedereinzug in den Bundestag. Lob gab es von ihm für den Wahlkampf der Ortsvereine, auch wenn das Ergebnis nicht dem entspricht, was sie im Wahlkampf spürten.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2013 | 23:00 Uhr

Nein, an Peer Steinbrück habe es nicht gelegen, dass die SPD so klar gegen die CDU verloren hat, sagte ein ernüchterter und tief enttäuschter SPD-Direktkandidat Sönke Rix aus Eckernförde. Grund für die verlorene Bundestagswahl sei vielmehr die weit verbreitete Prognose gewesen, dass die SPD ohnehin keine Chance für einen Regierungswechsel habe und viele noch unentschlossene Wähler daher gar nicht erst zur Wahl gegangen seien, vermutete Rix. Die „positive Stimmung im Wahlkampf“ sei eine ganz andere gewesen als das nun vorliegende Ergebnis. Vielleicht hätten die Menschen der SPD auch nicht abgenommen, dass sie bereit sei, aus Fehlern zu lernen.

„Für die SPD als Volkspartei ist das Ergebnis enttäuschend“, so Jörg Meyer, Vorsitzender des Ortsvereins. Vor allem, weil die SPD in Eckernförde selbst eine Wechselstimmung bei den Wählern wahr genommen habe. „Das Wahlergebnis spiegelt nicht unsere Arbeit wider.“ Martin Klimach-Dreger, SPD-Fraktionsvorsitzender, konnte das Wahlergebnis ebenfalls nicht nachvollziehen. Im Gegensatz zur SPD habe „die CDU einen aussagelosen Wahlkampf geführt.“ Wie Meyer beurteilte auch er die nur sehr gering gestiegene Wahlbeteiligung von 70 Prozent in 2009 auf jetzt 72 Prozent als äußerst bedenklich. Beide Kommunalpolitiker wollen in Zukunft verstärkt auf die Bürger zugehen und sie für Demokratie und Politik sensibilisieren. Das solle ihrer Meinung nach bereits in den Schulen passieren. „Politik ist nichts Anrüchiges“, so Klimach-Dreger. In dieser Hinsicht seien alle Parteien gefordert.

„Es gibt eine klare Siegerin, Frau Merkel. Das muss man anerkennen“, sagte Serpil Midyatli (MdL). Positiv für die SPD in Schleswig-Holstein sei aber die Tatsache, dass sie anders als im Bund, im Land 33 Prozent der Stimmen geholt habe und damit den Aufwärtstrend bestätigt habe.

Den Weg in die SPD-Geschäftsstelle in der Ottestraße fanden gestern Abend auch die Europa-Abgeordnete Ulrike Rodust, der ehemalige Bürgermeister und Innenminister Klaus Buß sowie der ehemalige Bürgervorsteher Dr. Jürgen Anbuhl.

„Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben in ganz Schleswig-Holstein einen sehr intensiven Wahlkampf geführt“, so Rodust. Auch sie habe bei ihrer Wahlkampftour eine Wechselstimmung der Wähler bemerkt. Buß und Anbuhl bescheinigten der SPD-Eckernförde eine sehr gute Arbeit. „Ihr habt einen guten Wahlkampf geleistet“, waren sich beide einig.

 

 

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